Tagesordnungspunkt 14 · 19. Wahlperiode
Bundestagsdebatte vom 02. Februar 2018 · 12. Sitzung
Der Reaktionswert ist eine Heuristik aus protokollierten Zwischenrufen, Lachen, Kommentaren und Zwischenfragen. Er misst weder Qualität noch politische Bedeutung.
Die Ausschnitte dienen der Orientierung. Der Permalink öffnet den vollständigen, maschinell strukturierten Wortlaut.
1. Rede · Karlheinz Busen · FDP
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Der Wolf ist wieder ein Thema in unserem Land – ein Grund zur Freude, aber auch ein Grund zum Handeln. Wenn ich mir die Anträge, die vorliegen, ansehe, muss ich sagen: Da sind wir uns alle einig. Die immer sichtbarere Verbreitung eines so großen Raubtieres muss sorgfältig begleit
2. Rede · Klaus-Peter Schulze · CDU/CSU
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Alle Wölfe in Norddeutschland sind, wie ich, Lausitzer. Wie kam es dazu? Im Jahre 1999 siedelte sich das erste fortpflanzungsfähige Paar in der Muskauer Heide, etwa 20 Kilometer von meinem Wohnort entfernt, an. Im Jahr 2000 erfolgte
3. Rede · Rita Schwarzelühr-Sutter · SPD
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mein Kollege Schulze hat die Zahlen noch einmal sehr eindrücklich genannt. Das sind die Fakten: Wir haben 60 Wolfsrudel und 13 standorttreue Wolfspaare. Das sind die amtlichen Zahlen, die auf wissenschaftlicher Grundlage erfasst wurden. Über die Dunkelziffer und Hobbyexpe
4. Rede · Karsten Hilse · AfD
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Als ich die Überschrift des FDP-Antrags las, war ich sehr gespannt. Der Titel des Antrags „Gefahr Wolf – Unkontrollierte Population stoppen“ insinuiert, dass die FDP-Fraktion die Courage hat, sich ernsthaft mit einem unpopulären Thema zu befassen. In Ihrem Antragstext wollen Sie
5. Rede · Kirsten Tackmann · Die Linke
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste auf der Tribüne! Seit 2005 kämpfe ich als Bundestagsabgeordnete der Linken darum, dass die Existenznot insbesondere in der Schafhaltung hier endlich wahrgenommen wird. Die Schäferinnen und Schäfer standen mit ihren Schafen am Brandenburger Tor, haben protestie
6. Rede · Gero Clemens Hocker · FDP
Vielen Dank, Herr Präsident. – Verehrte Frau Kollegin Lemke, Sie haben eben in Ihrer Rede ein Zitat vorgetragen und behauptet, dass wir in unserem Antrag auf die besonderen Gefahren, die sich für Kinder aus der Wolfsmigration ergeben, hinweisen würden. Ich möchte Sie gerne darauf aufmerksam machen, dass unser Antrag di
7. Rede · Steffi Lemke · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Mir liegt das vor: „Deutscher Bundestag, 19. Wahlperiode, Antrag des Abgeordneten Karlheinz Busen ... und der Fraktion der FDP, Gefahr Wolf – Unkontrollierte Population stoppen“. Aus diesem Dokument habe ich diesen Satz vorhin zitiert, sonst hätte ich nicht um die Zitiergenehmigung des Präsidenten gebeten. Falls das ei
8. Rede · Silvia Breher · CDU/CSU
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, es ist ein Erfolg für den Natur- und Artenschutz in Deutschland, dass der Wolf hier wieder heimisch geworden ist. Aber an dem Punkt, ihm einfach nur: „Hallo und herzlich willkommen; schön, dass du da bist!“, zuzurufen, sind wir heute lei
9. Rede · Steffi Lemke · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir haben über die Frage des Wolfes in Deutschland, in Europa im Deutschen Bundestag eine lange Debatte geführt. Die Anfänge liegen Jahre zurück; manche Vorredner haben schon darauf hingewiesen. Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Debatte zu führen: Man kann s
10. Rede · Steffi Lemke · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ja, bitte.
11. Rede · Oliver Grundmann · CDU/CSU
Sehr geehrte Frau Kollegin Lemke, ist Ihnen bekannt, dass in Niedersachsen Wölfe mittlerweile in Ortsteilen gesichtet wurden? Ich darf hier aus einem Infobrief aus dem „rundblick“, einem niedersächsischen Politikjournal, zitieren. Der Bürgermeister einer Gemeinde, übrigens SPD-Mitglied, sagt: Ich glaube, dass die Bürge
12. Rede · Steffi Lemke · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Natürlich ist mir diese Tatsache bekannt. Wenn Sie mich kennen, sollten Sie auch wissen, dass wir Grüne uns zum einen umfassend über solche Themen informieren und zum anderen natürlich auch über solche Vorfälle reden, dass wir mit Stefan Wenzel als Umweltminister in Niedersachsen Verantwortung dafür übernommen haben, w
13. Rede · Steffi Lemke · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ich habe nicht gesehen, wer eine Frage stellen möchte.
14. Rede · Steffi Lemke · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Wenn ich ausraste, sieht das anders aus, Herr Kollege.
15. Rede · Gero Clemens Hocker · FDP
Vielen Dank, Frau Kollegin Lemke, dass ich diese Frage stellen darf. – Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Sie eben gesagt haben, dass mit unserem Antrag sinnlos Ängste geschürt würden, die eigentlich gar nicht berechtigt wären, möchte ich Sie fragen, ob Sie bereit sind, mit mir zusammen zur Kenntnis zu nehmen, dass
16. Rede · Steffi Lemke · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ja, Ihre Einschätzung dieser Gefahren und dieser Risiken teile ich mit Ihnen. Ihren gerade gemachten Ausführungen würde ich zustimmen. Sie haben mir aber entweder nicht zugehört oder sind meinem Redeverlauf einfach voraus. Ich habe eben darüber gesprochen, dass Sie bei Eltern und bei Kindern Ängste vor Gefahren schüren
17. Rede · Steffi Lemke · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Wirklich? Ihm kann ich es ja nicht abschlagen, aber dann ist gut.
18. Rede · Wolfgang Kubicki · FDP
Frau Kollegin Lemke, Sie können mir alles abschlagen. Meine Frage lautet: Ist Ihnen, wenn Sie schon darauf eingehen, dass man sich um die Wildschweinpopulation kümmern sollte, bekannt, dass Wildschweine im Gegensatz zu Wölfen bereits bejagt werden dürfen?
19. Rede · Steffi Lemke · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Herr Kubicki, darf ich Ihnen mit der Gegenfrage antworten, auch wenn Sie sie laut Geschäftsordnung nicht beantworten können, ob Ihnen bekannt ist, welche Probleme die Wildschweine trotz Bejagung Landwirten, Kleingärtnern, Menschen, die Nutzgärten und Kindergärten pflegen, permanent machen? Das sind relevante finanziell
20. Rede · Carsten Träger · SPD
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir müssen nicht anfangen, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen, liebe Kollegin; denn wir nehmen ihre Ängste und Sorgen bereits ernst. Vieles von dem, was Sie gefordert haben – Sie haben das richtigerweise angesprochen –, wird schon so gehandhabt; es gibt
21. Rede · Carsten Träger · SPD
Nein, ich würde gerne zum Ende kommen. Wir haben heute schon viele Zwischenfragen gehört. Wir haben auch eine Idee, wie wir das machen: Wir wollen eine Umschichtung der Agrarsubventionen nach dem Grundsatz „öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“. Leistungen für die Schäferinnen und Schäfer, die Weidetierhalter s