Nachvollziehbarkeit
Methodik und Datenqualität
Wie aus amtlichen Protokollen die lesbaren, verknüpften Ansichten von OpenPlenum entstehen – und welche Grenzen dabei gelten.
Datenquellen und Abdeckung
OpenPlenum bezieht Plenarprotokolle, Stammdaten und Drucksachen aus öffentlichen Angeboten des Deutschen Bundestages, insbesondere dem Dokumentations- und Informationssystem DIP. Erfasst werden derzeit die Wahlperioden 19, 20 und 21. Die Quelldaten und ihre Verfügbarkeit bestimmen, wie vollständig einzelne Zeiträume dargestellt werden können.
Import und Strukturierung
Die Pipeline lädt XML- und Metadaten, erkennt Sitzungen, Tagesordnungspunkte, Reden und protokollierte Reaktionsblöcke und speichert sie getrennt. Ein Transformationsschritt verknüpft Reden mit Personenprofilen und Drucksachen. Der Prozess läuft regelmäßig. Das sichtbare Datum in Quellenboxen zeigt, auf welchem Import- oder Sitzungsstand eine Darstellung beruht.
Personen und Fraktionen
Wo eindeutige Bundestags-IDs vorliegen, werden sie direkt verwendet. Fehlen sie, kann eine zeitlich begrenzte Zuordnung über Namen und Mitgliedschaftsdaten erfolgen. Mehrdeutige Namen werden nicht erzwungen zugeordnet. Fraktionszugehörigkeiten können sich ändern; die Zuordnung soll deshalb zur jeweiligen Wahlperiode und zum Sitzungsdatum passen.
Reaktionen und Heat
Der Heat-Wert ist ein heuristischer Hinweis auf protokollierte Reaktionsdichte: Zurufe zählen drei Punkte, Lachen zwei, sonstige Kommentarsegmente einen und eine erkannte Zwischenfrage fünf Punkte. Er misst weder Redequalität, politische Relevanz, Lautstärke noch Zustimmung. Ein XML-Kommentarblock kann mehrere Reaktionen enthalten und ist nicht mit einem einzelnen Zwischenruf gleichzusetzen.
Suche und Themenseiten
Die Volltextsuche verwendet deutsche Sprachregeln in PostgreSQL. Kuratierte Themenseiten kombinieren eine kleine, sichtbare Liste geprüfter Begriffe per ODER. Eine Rede wird dabei nur einmal gezählt, auch wenn mehrere Begriffe passen. Trefferzahlen zeigen ausdrücklich verwendete Sprache und sind keine automatische Themenklassifikation. Synonyme oder fachlich verwandte Reden können fehlen; beiläufige Nennungen können enthalten sein.
Debattenseiten
Eine Debatte entspricht einem Tagesordnungspunkt innerhalb einer Sitzung. Sie wird für Suchmaschinen nur freigegeben, wenn ein Datum, ein aussagekräftiger Titel und mindestens zwei Reden vorliegen. Die Seite zeigt kurze Ausschnitte; der vollständige Wortlaut bleibt auf den Rede- und Sitzungsseiten erreichbar.
Bekannte Grenzen und Korrekturen
Automatisches XML-Parsing kann bei ungewöhnlichen Protokollstrukturen scheitern. Rollen, Reaktionen, Dokumentnummern und Personen können fehlen oder falsch verbunden sein. OpenPlenum verändert den amtlichen Wortlaut nicht absichtlich, strukturiert ihn aber für die Darstellung. Bei Abweichungen gilt der verlinkte amtliche Bericht. Korrekturhinweise können über die auf Über OpenPlenum genannte Kontaktmöglichkeit eingereicht werden.
Reproduzierbarkeit
Der Quellcode der Import-, Transformations-, API- und Web-Komponenten ist im öffentlichen Repository dokumentiert. Die Seite Daten & API beschreibt Felder und verfügbare Exporte.