Zusatzpunkt 1 · 19. Wahlperiode
Bundestagsdebatte vom 11. Dezember 2019 · 133. Sitzung
Der Reaktionswert ist eine Heuristik aus protokollierten Zwischenrufen, Lachen, Kommentaren und Zwischenfragen. Er misst weder Qualität noch politische Bedeutung.
Die Ausschnitte dienen der Orientierung. Der Permalink öffnet den vollständigen, maschinell strukturierten Wortlaut.
1. Rede · Susanne Ferschl · Die Linke
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen! Es gibt immer mehr Menschen in Deutschland, die auf die Tafeln angewiesen sind. Mittlerweile gibt es 1,6 Millionen „Kunden“. Das ist eine ziemlich beschönigende Bezeichnung für Menschen, die arm sind und ihren Lebensunterhalt sonst nicht bestreiten
2. Rede · Ulrike Schielke-Ziesing · AfD
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Bürger! Wir sprechen heute über das Thema Altersarmut, weil die Tafeln aktuell Alarm geschlagen haben, weil sie dem Ansturm auf ihre Lebensmittel nicht mehr gewachsen sind und weil es immer mehr alte Menschen sind, die dort anstehen müssen, Menschen im
3. Rede · Ralf Kapschack · SPD
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nur ein Gedanke: Apropos Rentenkonzept, Frau Schielke-Ziesing – wo ist denn Ihres? Wollen Sie wie Herr Meuthen die gesetzliche Rentenversicherung zerschlagen? Oder wollen Sie eine völkische Rente à la Höcke? Das müssten Sie innerparteilich mal klären. Dann können Sie wi
4. Rede · Pascal Kober · FDP
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, es gibt in diesem reichen Land auch Menschen, die im Alter arm sind. Aber zur Wahrheit gehört zunächst einmal auch, festzustellen, dass es derzeit nicht die Mehrheit ist. Die Mehrheit ist im Alter nicht arm. 97 Prozent sind nicht arm. Aber jeder Einzelne, der im Alt
5. Rede · Markus Kurth · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Kober, Sie wollen die SPD nehmen und mit ihr zurückgehen. Sie haben die SPD ja aufgefordert, mit Ihnen zurückzugehen. Also, wissen Sie, wo Sie herkommen? Ich glaube nicht, dass es für die SPD wirklich eine attraktive Perspektive ist, sich ins Jahr 2013 zurückzubewe
6. Rede · Frank Heinrich · CDU/CSU
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Auf gewisse Weise sind die Tafeln ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Sie auf dieser Seite sprachen hauptsächlich über einen Aspekt, und von der anderen Seite habe ich etwas anderes gehört. Aber wenn wir in den Spiegel schauen, dann sehen wir zum einen ge
7. Rede · Norbert Kleinwächter · AfD
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Lehmann, ehemalige Kreistagskollegin, herzlichen Glückwunsch zum Einzug in den Bundestag und auf eine gute gemeinsame Zusammenarbeit für den Heimatwahlkreis! Ich komme gerade zurück aus Paris. Es war eine Dienstreise. Ich war bei der Sitzun
8. Rede · Daniela Kolbe · SPD
Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Was ich nicht mehr hören kann, sind diese Äußerungen, es gebe überhaupt gar kein Problem mit der Altersarmut, jedenfalls nicht jetzt, sondern irgendwann später. Dann werden oft die Zahlen der Grundsicherung im Alter hervorgezaubert, dass nur etwa 3 Proz
9. Rede · Matthias W. Birkwald · Die Linke
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die Altersarmut in Deutschland steigt von Jahr zu Jahr. Die Linke sagt: Eine Politik, die dazu führt, dass immer mehr ältere Menschen sich gezwungen sehen, zu den Tafeln zu gehen oder in Mülleimern oder Glascontainern nach Pfandflaschen zu suchen, ist eine Politik d
10. Rede · Antje Lezius · CDU/CSU
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Wie wahrscheinlich viele meiner Kolleginnen und Kollegen habe ich vor Ort in meinem Wahlkreis Tafeln besucht, habe dort hospitiert, mit den Menschen gesprochen und mir ihre Geschichten angehört. Die Menschen, die ich dort angetroffen habe, leben nicht von der
11. Rede · Peter Weiß · CDU/CSU
Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Die Tafeln sind eine nützliche Einrichtung, und es ist toll, wie viele Mitbürgerinnen und Mitbürger sich da ehrenamtlich engagieren. Aber daraus Rückschlüsse auf das Thema „Armutsgefährdung in Deutschland“ zu ziehen, ist eine sehr subjektive Einschätzung. Meine sehr
12. Rede · Peter Weiß · CDU/CSU
Das ist ein dynamischer Freibetrag in der Krankenversicherungspflicht. Ich finde, jetzt ist es höchste Zeit, dass wir mit diesem Angebot in Zukunft eine Verpflichtung schaffen, damit jeder eine Form der zusätzlichen Altersversorgung erhalten kann. Wir werden die Geringverdiener in diesem starken Maß fördern, so wie wir
13. Rede · Max Straubinger · CDU/CSU
Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die Linken nehmen jede Möglichkeit wahr, wieder das Lied der Armut in Deutschland zu singen. Anders kann ich es nicht feststellen. Die Pressemitteilung, die es zu diesem Thema gab, dass sich immer mehr Menschen bei den Tafeln zusätzlich mit Lebensmitteln versorgen, bedeut
14. Rede · Max Straubinger · CDU/CSU
Bei vielen anderen Dingen ist es genauso. Man sagt immer: Man muss zum Amt gehen. – Es sind Rechtsansprüche der Bürgerinnen und Bürger; da braucht sich niemand zu scheuen. Es ist auch eine Verhöhnung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ämtern, wenn man ihnen immer unterstellt, -
15. Rede · Max Straubinger · CDU/CSU
– dass die Menschen zu ihnen nicht gehen wollen, weil sie möglicherweise unwürdig behandelt werden. Das sollten Sie sich auch mal zu Gemüte führen. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.
16. Rede · Ursula Schulte · SPD
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Als ehemalige Mitarbeiterin der Tafel in meiner Heimatstadt Vreden sind mir viele Schicksale bekannt, die am Ende dazu geführt haben, dass Menschen Kunden der Tafel wurden. Denn Tafelmitarbeiter retten nicht nur Lebensmittel, s
17. Rede · Ursula Schulte · SPD
Ja. – Wenn ich zu Weihnachten dann noch einen Wunsch frei hätte, Herr Präsident, dann würde ich mir wünschen, dass in einem so reichen Land wie Deutschland niemand aus Not zur Tafel gehen muss, sondern freiwillig und selbstbewusst und einzig, um Lebensmittel zu retten. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.