Sehr geehrter Herr Kollege! Ich finde Ihre Frage an dieser Stelle ziemlich sachfremd. Gestern wurde aber auf dem Waldgipfel auch angesprochen, dass die Zahl der Toten im Wald mit zunehmenden Schäden enorm angestiegen ist. Waldarbeit ist gefährlich. Da schicken wir niemanden in den Wald, der nicht dafür ausgebildet ist. Das sollten Sie bitte berücksichtigen.
Die Frage war, wie bekommen wir das Geld in den Wald, und zwar mit klaren Bedingungen und klaren Kriterien, wofür wir das Geld investieren. Das müssen ökologische Kriterien sein. Wir müssen, wenn wir die Flächen räumen, das so schonend machen, dass Naturverjüngung eine echte Chance hat. Wir müssen zudem in den Aufbau vielfältiger Laubmischwälder als Waldökosysteme investieren. Das ist der Wirtschaftswald der Zukunft.
Das muss viel schneller gehen, Kollege von der Marwitz. Der Anteil der Urwaldfläche in Höhe von 5 Prozent steht übrigens in der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung.
Schützen wir unseren Wald also bitte vor zu panikartigen Schnellaufforstungsattacken mit Wunderbaumarten, die es gar nicht gibt. Setzen wir bitte auch auf eine Holzbaustrategie, um das CO2 möglichst lange in Bauwerken zu binden. Das hilft dem Wald, dem Klima und den Waldbesitzern bei einer ökologischen naturnahen Waldbewirtschaftung.
Danke schön.