Wir haben über Jahrhunderte hinweg die Einwanderung standortfremder Pflanzen als Folge von Klimaänderungen erlebt, und deswegen ist es nicht grundsätzlich schädlich, zu sagen: Wir nehmen auch Pflanzen, die hier zurzeit nicht wachsen, und kucken, inwiefern wir sie für die Verbesserung unserer Waldökologie nutzen können. Das Ganze müssen wir dann auch mit einer Forschung begleiten. Denn wir wollen vor allen Dingen eins: Wir wollen faktenbasierte Entscheidungen und keine Entscheidungen, die nur auf Glaubensbekenntnissen beruhen.
Deswegen bin ich der Landwirtschaftsministerin und auch dem Finanzminister dankbar, dass sie sich bereit erklärt haben, mit einer erheblichen Summe einzuschreiten. Ich bin ihnen deswegen dankbar, weil auch in meinem Heimatland Nordrhein-Westfalen unsere Landwirtschaftsministerin Ulla Heinen-Esser und der Ministerpräsident letztens nicht nur im Kölner Königsforst unterwegs waren – ein wichtiger Erholungs- und Wirtschaftswald auf dem Stadtgebiet –, dort nicht nur den Schaden betrachtet haben, sondern auch ein Landesprogramm über 100 Millionen Euro in zehn Jahren aufgelegt haben. Ich finde das hervorragend und vorbildlich auch für andere Länder. Nur Bund und Land gemeinsam werden dieses Thema bewältigen können.
Zusammengefasst: Sturm, Trockenheit und Schädlinge greifen den Wald an. Wir werden ihm in einem Bündnis für den Wald beistehen, ihm bei seiner Verteidigung helfen. Also, packen wir es an!