Liebe Frau Kollegin, in der Regel wird nirgends bestritten, dass, wenn etwas kostenlos ist, auch der Verbrauch und der Konsum unanständig hoch sind.
Und wenn sich das dann sowohl auf das Wasser als auch auf den Strom bezieht, dann sind das genau die gleichen Symptome – ich sage ja nicht, dass es die einzigen sind –, die dafür gesorgt haben, dass Ihre SED-Vorgänger den gesamten Ostblock wirtschaftlich ruiniert haben. Das ist doch genau das Gleiche.
Damit ist auch die Frage beantwortet.
Also, ich sage noch mal: Wir brauchen mehr Jobs und Perspektiven für die Menschen. Dazu hat Deutschland wirklich schon viel beigetragen. Deutschland trägt aber auch relativ viel dazu bei, dass der sich entwickelnde Klimawandel reduziert wird: erstens im Inneren und zweitens nach außen. Natürlich kann man sagen: Wir könnten bei der Einsparung von CO2 noch viel mehr erreichen. Aber wenn wir seit 1990 den CO2-Ausstoß um 30 Prozent verringert haben, obwohl wir die CO2-freundlichste Energiequelle abgeschaltet haben, dann ist das mehr als gar nichts. Wir haben durch unsere Entwicklungszusammenarbeit international dafür gesorgt, dass 250 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß vermieden werden. Genau darin ist das hohe Ansehen Deutschlands in aller Welt begründet.
Dass in einem so umfangreichen Antrag das Wort „Wald“ kein einziges Mal zu finden ist, obwohl der Wald – so sehen wir es jedenfalls – einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leistet, zeigt, dass dieser Antrag nicht die richtige Grundlage ist.
Wir als CDU/CSU-Fraktion sind sehr für globale Gerechtigkeit, aber eben nicht auf der Basis dieses Antrags.
Herzlichen Dank.