Wie gesagt, ich war selbst letzte Woche bei mir im Wahlkreis auf einer Veranstaltung. Magdeburg ist eine der ersten Städte bzw. Sachsen-Anhalt neben Hamburg eines der ersten Bundesländer, die auf die generalistische Pflegeausbildung setzen. Ich war bei einer Veranstaltung, auf der eine Menge Pflegefachkräfte und Azubis waren. Natürlich geht es denen darum, Wertschätzung zu bekommen. Das ist ja genau das, was wir wollen. Wir sagen: Wer in die Pflege geht, wer als Pflegefachkraft arbeiten will, der ergreift einen super Beruf. Das ist ein Beruf mit Zukunft; das ist ein Beruf, bei dem man Empathie braucht; das ist ein krisenfester, zukunftssicherer Beruf. Wir helfen diesen Menschen nicht, wenn wir hier immer alles schlechtreden und sagen: Die Pflege ist schlecht; in der Pflege läuft alles schief. – Das ist nicht der richtige Weg.
Was wir machen müssen, ist natürlich, die Verhältnisse in der Pflege zu verbessern. Da geht es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Da geht es um Planbarkeit, um die Frage: Werde ich ständig aus meiner Freizeit geholt? Da geht es auch darum: Haben wir genug Pflegefachkräfte? Aber das eine bedingt das andere. Da gehört eine gute Bezahlung dazu. Da haben wir – Frau Klein-Schmeink, das wissen Sie doch auch; wir sind ja gar nicht weit auseinander – in den letzten Jahren doch viele gute Dinge auf den Weg gebracht. Also, lassen Sie uns darüber sprechen, was Gutes geschehen ist, und gleichzeitig auch darüber, was wir an den jeweiligen Stellen verbessern können, anstatt immer nur zu sagen: Alles ist schlecht, wir müssen das System komplett ändern, und das, was gemacht worden ist, ist sowieso nicht zielführend.
Insofern lade ich Sie gern dazu ein: Arbeiten Sie weiter mit uns zusammen. Wir sind in vielen Bereichen überhaupt nicht weit auseinander. Wir alle wollen eine gute Pflege. Wir alle sind den Pflegefachkräften sehr, sehr dankbar, –