Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man durch die Straßen einer beliebigen deutschen Großstadt geht, dann erkennt man das eigene Land und seine Kultur oft kaum wieder. Wir vertreten die Interessen anderer und vernachlässigen dabei unsere eigenen. Wir forcieren die multikulturelle Gesellschaft und geben unser eigenes Land und unsere eigene Kultur kampflos auf,
zugunsten von Parallelgesellschaften, die unsere bestehende Ordnung täglich neu herausfordern. Das, meine Damen und Herren, ist die Definition des politischen Wahnsinns.
Was bleibt, sind Verwirrung und Orientierungslosigkeit.
Die Leute erkennen unser Land und unsere Kultur nicht wieder, weil es immer weniger unser Land ist.
Diese Schwäche wird von einem politischen Islam ausgenutzt, der immer aggressiver auftritt. Er tut dies deshalb, weil Sie es zulassen, weil Sie die von ihm ausgehenden Gefahren permanent bagatellisieren. Symptomatisch für diese Politik ist die Aussage der früheren Integrationsbeauftragten Frau Özoğuz, dass das Zusammenleben täglich neu ausverhandelt werden müsse.
Die Folgen dieser Politik sind mehr und mehr Gewalt gegen Frauen, Ehrenmorde, Zwangsheiraten.
Ist das die drastische Veränderung unseres Landes, auf die sich Frau Göring-Eckardt so gefreut hat? Wir können uns darüber ganz und gar nicht freuen.
Ein weiteres Symptom Ihrer Politik zeigt sich eben nun in den Kindergärten und in den Schulen. Da sieht man immer mehr kleine Mädchen, die dazu gezwungen werden, Kopftücher zu tragen. Freiwillig tun das sicherlich die allerwenigsten von ihnen. Warum sollten sie auch? Das Kinderkopftuch gleicht einer Zwangsjacke. Es wird zu einer zweiten, unbequemen Haut, die die Mädchen ihrer Freiheit und ihrer Kindheit beraubt. Freies Rennen, Spielen, Schwimmen etc. ist kaum möglich. Die Kinder leben ständig in der Angst, dass das Kopftuch verrutschten könnte und sie bestraft werden.
Es ist für die kleinen Mädchen nichts anderes als eine andauernde körperliche und psychische Disziplinierung in einem prägenden Alter.
Immer häufiger werden muslimische Mädchen, die sich weigern, ein Kopftuch zu tragen, gemobbt, beleidigt und massiv unter Druck gesetzt. Das Kinderkopftuch ist ein Symbol des politischen Kindesmissbrauchs.
Es bereitet unterdrückte Mädchen auf ihre spätere Rolle als unterdrückte Frauen vor.
Und kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit der Religionsfreiheit; denn es gibt im Islam kein religiöses Gebot, das Mädchen vor der Pubertät dazu anhält, ein Kopftuch zu tragen. Islamische Theologen bestätigen das. Bis vor wenigen Jahrzehnten war das Kinderkopftuch selbst in islamischen Ländern völlig unüblich. Das Tragen des Kinderkopftuchs ist nichts anderes als eine Machtdemonstration des Islamismus und hat in unserem Land nichts verloren.
Kleine Mädchen, die zum Tragen des Kopftuchs gezwungen werden, werden als Botschafter einer Ideologie missbraucht. Das ist politischer Kindesmissbrauch und zementiert das, was es eigentlich zu überwinden gilt:
Parallelgesellschaften, gesellschaftliche Desintegration junger Mädchen, die Unterdrückung von Frauen. – So etwas darf es in Deutschland nicht geben.
Öffentliche Kindertagesstätten und Schulen haben einen verfassungsrechtlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Sie sollen die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu selbstbestimmten Persönlichkeiten fördern und sie sozial in ein Gemeinwesen integrieren,
das auf die Gleichberechtigung aller Menschen angelegt ist. Das Kinderkopftuch verunmöglicht vielen Mädchen eine solche Entwicklung. Deshalb muss es an öffentlichen Kindertagesstätten und Schulen verboten werden.
Ein solches Verbot wäre auch verfassungsgemäß. Dies bestätigen Rechtsgutachten, die zum Beispiel von Terre des Femmes und der Arbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Auftrag gegeben worden sind. Die Franzosen und die Österreicher haben längst gehandelt.
Dort hat man Kopftuchverbote an öffentlichen Schulen eingeführt,
in Frankreich übrigens mit den Stimmen der Sozialisten.
Machen wir es Österreich und Frankreich nach! Schützen wir kleine muslimische Mädchen vor dem Kopftuchzwang
und Deutschland vor weiteren Parallelgesellschaften; denn es ist immer noch unser Land.
Aus den unterdrückten Kindern von heute dürfen keine unterdrückten Frauen von morgen werden.
Vielen Dank.