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187. Sitzung
Freitag, 30. Oktober 202019. Wahlperiode, 187. SitzungMit einem Ort des Erinnerns und der Begegnung dem Charakter der deutsch-polnischen Geschichte gerecht werden und zur Vertiefung der besonderen bilateralen Beziehungen beitragen
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Liebe Kolleginnen und Kollegen! Krieg und Besatzung auf dem Gebiet der vormaligen Zweiten Polnischen Republik waren einzigartig, nicht nach dem Maßstab von Ausmaß oder Grausamkeit, die ich hier nicht in einem vergleichenden Maßstab heranziehen möchte, aber in vielen Aspekten, die auch in anderen Besatzungsregimes zu finden waren, aber wohl in keinem anderen Vorkriegsland in dieser Komplettheit: die Nähe zwischen Deutschen und Polen vor dem Krieg, die Besetzung und der Krieg aufgrund einer deutsch-sowjetischen Vereinbarung, die Vielfalt der Grausamkeit in den zwei Besatzungszonen mit Germanisierung und Vernichtung, die Radikalität des Vorgehens mit dem absoluten Auslöschungswillen und die Auswahl von Vorkriegspolen als Ort des Holocausts.

Auch die Versöhnungsgeschichte zwischen Deutschland und Polen ist einzigartig. Zur Versöhnung gehört, am Bewusstsein zu arbeiten, weiße Flecken aufzuarbeiten und ungesühnte Verbrechen anzugehen. Das haben Generationen vor uns begonnen; aber diese Arbeit ist immer noch nicht erledigt.

Beifallbeim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD

Die junge Generation in Polen wie auch bei uns erinnert sich schon nicht mehr an die Versöhnungsgeschichte.

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