Vielen Dank. – Hören Sie auf, zu stöhnen; Sie wissen ja noch gar nicht, was ich sagen will. Es wird Sie begeistern.
Herr Kollege Ernst, ich gehe auf einen Aspekt Ihrer Rede ein, den Sie am Anfang in den Vordergrund gestellt hatten, nämlich den, dass die Ergebnisse demokratischer Wahlen zu akzeptieren sind. Ich glaube, wir sind uns alle in diesem Hause einig, dass das genau den Nagel auf den Kopf trifft. Ergebnisse demokratischer Wahlen sind zu akzeptieren. Punkt!
Meine Frage in diesem Zusammenhang: Sie beschränken sich jetzt mit Ihrem möglicherweise etwas begrenzten Horizont darauf, in diesem Zusammenhang die USA zu erwähnen und den Kollegen Müller. Wie haben Sie es denn persönlich oder wie hat es Ihre Fraktion oder wie hat es Ihre Partei denn vor etwa einem Jahr, Anfang Februar 2020, gehandhabt, als der FDP-Politiker Kemmerich im Thüringer Landtag demokratisch zum Ministerpräsidenten gewählt wurde und binnen Minuten der linke Mob auf der Straße war, binnen Minuten Ansagen an AfD-Abgeordnete im Thüringer Landtag gemacht wurden: „Geht nicht auf die Straße, draußen erwartet euch Böses von den Gegendemonstranten!“? Wie beurteilen Sie, dass dieser Ministerpräsident unter Druck gesetzt wurde? Seine Familie wurde angespuckt. Frau Merkel hat ihn aus Südafrika zum Rücktritt aufgefordert. Meinen Sie, dass das keine demokratische Wahl in Thüringen war, oder legen Sie da andere Maßstäbe an?