Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die AfD traut den Menschen nicht,
und zwar insbesondere jungen Leuten nicht, das hat Herr Peterka eben deutlich gemacht. Ich darf aus dem Antrag der AfD zitieren:
Angesichts der gegenwärtigen Unwissenheit gegenüber den (eigenen) Finanzen kann eine mündige und verantwortungsvolle Haltung derzeit keinesfalls erwartet werden.
O-Ton AfD.
Diese jungen Leute bewahren ihr Geld nämlich nicht mehr, wie es die AfD möchte, im Sparstrumpf unter dem Bett auf; diese jungen Leute bezahlen mit Kreditkarte oder mit einer App. Das ist aus Sicht einer Partei, die mental in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts hängen geblieben ist, natürlich nicht akzeptabel. Die rechte Gurkentruppe beschreibt in ihrem Antrag eine Angst vor schwedischen Verhältnissen. Dort ist es nämlich erfreulich einfach, bargeldlos zu bezahlen. Die AfD sagt auch, warum sie sich sorgt. Weil sie sich nämlich um Straßenmusiker und Wohnungslose Sorgen macht, ausgerechnet die AfD. Das nimmt Ihnen doch keiner ab.
Übrigens: Wenn Sie mal ins Ausland fahren würden, dann könnten Sie sehen, dass man in Schweden, in den Vereinigten Staaten und sogar in der Volksrepublik China Menschen auf der Straße per App, per Kreditkarte oder per QR-Code Geld geben kann. Das mag Ihnen komisch vorkommen; aber das ist inzwischen längst Realität.
Dann habe ich mir einmal angeschaut, was Sie beantragen, und ich musste wirklich ein bisschen lachen, als ich gelesen habe, was unsere radikale rechte Opposition will: eine Informationskampagne und Schulstunden, damit die jungen Leute endlich wieder lernen, bar zu bezahlen, so wie ihre Großeltern in der guten alten Zeit. – Also ehrlich!
Es sind hier tatsächlich ein paar Dinge zu diskutieren, aber an denen scheitert die AfD wieder.