Super.
Wissen Sie, das Schöne ist: Manchmal kann man Fragen antizipieren. Irgendwie habe ich mir gedacht, dass diese Frage kommt. Die baden-württembergische Bundesratsinitiative unterscheidet sich von Ihrem Antrag, Frau Kollegin.
Wenn Sie die genau gelesen hätten, wüssten Sie das. Da steht nämlich drin: prioritär für Schiffe und für Flugzeuge. Da ist es auch richtig,
da haben wir keine batteriebetriebene Elektromobilität.
Das ist doch genau identisch mit dem, was ich gerade gesagt habe: Natürlich, wenn wir Dekarbonisierung wollen, dann wollen wir sie bei allen Verkehrsträgern.
Ich würde mich gegenwärtig in kein Flugzeug setzen, das mit batteriebetriebener Elektromobilität unterwegs ist.
Die Bundesregierung möchte, dass Kerosin 2 Prozent synthetische Kraftstoffe zugemischt werden. Wir gehen da weiter, wir wollen 10 Prozent. Wir wollen das sogar schrittweise erhöhen. Ich bin doch gar nicht gegen synthetische Kraftstoffe – aber da, wo sie Sinn machen, meine Damen und meine Herren.
Ich sage einmal, worauf Ihr Vorschlag zu Ende gedacht hinausläuft: Es ist nur konsequent, dass in Ihrem Antrag – lesen Sie den Antrag einmal durch – der Luftverkehr im Forderungsteil gar nicht auftaucht.
Sie wollen mit Ihrer Politik ein Ende des deutschen Luftverkehrs. Wenn Sie die synthetischen Kraftstoffe für den Pkw verwenden, dann bitte da, wo es marktwirtschaftlich Sinn macht!
Ich komme zum Schluss, meine Damen und Herren, weil die Präsidentin mich freundlich darauf hinweist: Allein für die Beimischungsquote von 2 Prozent brauchen wir 5,4 Terawattstunden Strom. Das ist mehr als der Zuwachs, den wir bei der Windenergie 2020 hatten.
Also, meine Damen, meine Herren, bitte lesen Sie es noch mal durch. Sie fordern auch, dass die deutsche EU-Ratspräsidentschaft aktiv werden soll – die endete meines Wissens 2020. Die nächste wäre nach 2030; das wäre zu spät.