Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die Linke führt nicht nur einen Kampf gegen den Klassenfeind und nach den Vorstandsneuwahlen jetzt ganz offiziell auch gegen die FdGO und unser Wirtschaftssystem; sie kämpft mit diesem Antrag nun auch noch gegen die Realität, hier insbesondere gegen die Biologie und gegen die Menschenwürde.
In Ihrem Antrag reden Sie doch tatsächlich über – Zitat – „Menschen, die schwanger werden können, in der überwiegenden Mehrzahl Frauen“
oder über – Zitat – „gebärfähige Körper, in der überwiegenden Mehrzahl Frauenkörper“.
Sie bezeichnen tatsächlich werdende Mütter als „gebärfähige Körper“. Sie sollten mal zum Bundestagspsychologen gehen.
Wer so was schreibt, hat schwerwiegende Probleme und braucht Hilfe.
Wie müssen Sie Ihre eigenen Mütter hassen, um sie so zu entmenschlichen! Aber wahrscheinlich ist das auch schon das Ergebnis einer bindungslosen Erziehung,
die Sie jetzt für das ganze Land einführen wollen.
Sie wollen das Leitbild der heterosexuellen Elternschaft abschaffen. Vater und Mutter existieren für Sie nicht mehr, sondern nur noch – Zitat – „Erwachsene, die … Verantwortung übernehmen … jenseits der heterosexuellen, zweigeschlechtlichen Norm“.
Die Eltern sollen besser nicht die biologischen Eltern sein, weil die natürlich – Zitat – „immer mehr an Bedeutung“ verlieren. Das müssen ausdrücklich auch nicht zwei Personen sein, wie Sie schreiben; das kann irgendjemand sein, wenn er denn einen Kühlschrank hat. Das können ganz viele Personen oder auch wechselnde Personen sein. Was Sie schreiben, ist einfach nur irre. Anders ist es nicht zu bezeichnen.
Eines in Ihrem Antrag ist aber konsequent – und konsequent richtig –, nämlich dass Sie das Wort „Kindeswohl“ nicht ein einziges Mal benutzen. Das Kindeswohl, das Bedürfnis des Kindes nach Vater und Mutter, nach Geborgenheit, nach Verlässlichkeit, nach Bindung, das existiert in Ihrer kranken, kaputten Welt gar nicht mehr.
Für Sie sind Kinder eine Katalogware für kulturlose Großstadtneurotiker, die nach Kiffen, LSD und Darkroom ihre innere Leere nun auch mal mit einem Kind kompensieren wollen.
Sie wollen eine Gesellschaft ohne Bindung, ohne Ehe, ohne Familie,
ohne Verwandtschaft, ohne Herkunft, ohne Wurzeln, ohne Identität, kurz: Die Linke steht für die moralische Verkommenheit als Staatsprinzip.
Folgerichtig fordern Sie natürlich auch den Anspruch auf Spendersamen für alle Menschen und, klar, auf Staatskosten. Jeder muss sich ein Kind herstellen können – alleine, zu dritt, ganz egal.
Geschlecht ist für Sie wählbar, Kinder sind bestellbar und dafür auch herstellbar. Und wenn das Kind dann nicht mehr gewollt ist, dann wird es entsorgt. Sie wollen Abtreibungen ohne Einschränkungen legalisieren – keine Beratung, keine Indikation, keine Fristenlösung –, also Abtreibungen bis fünf Minuten vor der Geburt; das wollten die Jusos auch schon. Ein Kind im neunten Monat fünf Minuten vor der Geburt zu töten, das ist Mord. Und das wollen Sie erlauben!
Die Linke ist nicht die Partei der arbeitenden Bevölkerung. Sie sind die Partei von bindungsgestörten, wohlstandsverwahrlosten Egomanen. Und Sie sind nicht die Partei für die Arbeiterklasse, sondern für verhaltensgestörte Akademiker, Langzeitstudenten, Studienabbrecher und Berufsversager.
Liebe Linke, Ihr gesamter Antrag ist nicht Ausdruck von Barbarei. Es ist viel schlimmer als Barbarei. Barbaren ehren ihre Eltern und lieben ihre Kinder.
Eine so verkommene, rücksichtslose und kaputte Gesellschaft, wie die Linkspartei sie schaffen will, hat es in der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben.
Die AfD wird mit ganzer Kraft dafür kämpfen, dass das auch niemals kommen wird.
Vielen Dank.
– Im Übrigen: Sie schweben jetzt in höchster Gefahr!
Die amtierende Präsidentin in irgendeiner Weise zu bewerten bzw. dazu Äußerungen zu machen, steht Ihnen nicht zu mit diesem Zwischenruf.
Das war das Erste.
Das Zweite. Ich werde überhaupt nicht den Inhalt der Rede bewerten, aber wir haben uns hier vor Kurzem gerade mit der dunkelsten und schlimmsten Zeit in unserem Land, in Europa und auf der Welt beschäftigt, und deswegen finde ich, dass sich das Wort „entsorgen“ im Zusammenhang mit menschlichem Leben einfach verbietet.
Jetzt komme ich zum dritten Punkt, zu dem ich insbesondere angeregt wurde, da aus den Reihen der AfD-Fraktion offensichtlich eben fotografiert wurde. Ich erinnere schlicht an unsere Verabredung und unsere Regeln und behalte mir vor, sollten Fotos aus ebendieser Debatte im Netz auftauchen, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. – So viel dazu.
Wir fahren jetzt in der Debatte fort. Das Wort hat die Kollegin Yüksel für die SPD-Fraktion.