Danke. – Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich versuche mal, zum Thema zurückzukommen.
Es ist schade, an diversen Stellen, auch bei Ihnen, Herr Wendt, dass Sie nicht bei dem Thema bleiben,
bei dem Sie punkten könnten, indem Sie sagen, dass die Innenministerkonferenz genau das beschlossen hat, was offenbar nötig war,
nämlich die statistische Situation in der Frage von Messerattacken und Attacken mit anderen Stichwaffen zu verbessern. Das haben mehrere Redner hier thematisiert. Es zeigt die Notwendigkeit dieser Vorgehensweise.
In der Tat: Die beiden Polizeigewerkschaften – nicht nur eine; selten sind sie sich so einig – fordern eine bundesweite Erfassung, um ein besseres Lagebild zu erhalten. Dass von linker Seite des Parlamentes dagegen polemisiert wird, ist nicht verwunderlich, auch nicht schlimm. Ich freue mich, dass Sie von der FDP, Herr Kuhle, zumindest konstatiert haben, dass es nötig ist, eine bessere Statistik zu haben. Die Vorschläge können wir dann im Innenausschuss gemeinsam diskutieren. Ich bin gespannt, ob am Ende ein runder Antrag oder eine runde Vorgehensweise dabei herauskommt.
Frau Mittag, Sie wissen sicherlich genauso gut wie ich, dass Ihre Kollegen aus Nordrhein-Westfalen, dem größten Landesverband, einen ähnlichen, nicht gleichlautenden, aber in eine ähnliche Richtung gehenden Antrag in dieser Legislatur gestellt haben, um auch in Nordrhein-Westfalen die statistische Situation zu verbessern. Insofern kann ich im ganzen Haus eine breite Basis, abseits von Ideologien, für verbesserte Statistiken sehen.
Es fragt sich nur, warum Sie wieder einmal aufeinander losgehen, anstatt einfach festzustellen, dass es im Sinne aller Bürger ist, dass wir statistische Sicherheit darüber gewinnen, wie es mit Attacken mit Messern und anderen Stichwaffen in diesem Land aussieht. Da müssten Sie sich untereinander gar nicht in die Haare bekommen, und dann wäre dieser Antrag vielleicht tatsächlich überflüssig.
Herzlichen Dank.