Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kollegen! Meine Damen und Herren! Ein Sportereignis für kriegsversehrte Soldaten auszurichten, das ist ein guter Antrag der Regierungsfraktionen, dem die AfD aus vollem Herzen zustimmt.
Für die AfD ist es selbstverständlich, Anerkennung und Wertschätzung für unsere Soldaten zu zeigen, die im Dienst ihre Gesundheit ruinierten und dauerhafte körperliche wie seelische Schäden erleiden mussten. In den USA sind die versehrten Soldatensportler Helden; das sollte auch bei uns so sein.
Erstaunt bin ich allerdings, wie dickfellig die Regierungsfraktionen bei den Kollegen der FDP abschreiben; denn die hatte einen inhaltlich gleichen Antrag bereits im September des letzten Jahres gestellt.
Für uns als AfD ist es aber völlig inakzeptabel, dass die Regierung hier nach dem Motto „Brot und Spiele“ verfährt; denn obwohl sie die Machtmittel hat, um die gesundheitsgefährdenden Auslandseinsätze unserer Soldaten zu beenden, tut sie es nicht. Wie viele Bundeswehrsoldaten sollen eigentlich noch zu Krüppeln gemacht werden oder ihr Leben lassen? Kanzlerin und Regierung sollten endlich erkennen, dass in den meisten gefährlichen Kriegseinsätzen unsere Soldaten nur Kanonenfutter fremder Mächte sind. Seit 1992 ließen 111 deutsche Soldaten ihr Leben, weil sie ihre Pflicht erfüllten. 37 Soldaten sind gefallen, davon allein 35 in Afghanistan. Wenn nun die sogenannte Verteidigungsministerin in Sydney erklärt, sie wolle die Sportwettkämpfe der versehrten Soldaten nach Deutschland holen, ist das ein löblicher Vorsatz. Besser aber wäre es, das Sterben unserer Kameraden in Afghanistan und andernorts zu beenden.
Alexander Gauland hat zu Recht gesagt: Afghanische Asylbewerber trinken Kaffee oder rauchen einen Joint am Ku’damm. Ein kleiner Teil dieser Asylbewerber greift hier in Deutschland sogar Frauen und Mädchen an. Gleichzeitig schützen unsere Soldaten in Afghanistan die zurückgelassenen Frauen und Mädchen genau dieser Asylbewerber. Dabei sterben unsere Soldaten oder werden so attackiert, dass sie zeitlebens im Rollstuhl sitzen müssen.
Ich erinnere beispielhaft an den 24-jährigen Stabsgefreiten Stefan Kamins, der 2003 nahe Kabul durch eine Landmine getötet wurde, an den 22-jährigen Hauptgefreiten Silvio Schattmann, der 2004 in Kunduz starb, an den 21-jährigen Hauptgefreiten und Russlanddeutschen Sergej Motz, der 2009 nordwestlich von Kabul hinterrücks überfallen und getötet wurde. Nördlich von Baghlan starb 2013 durch feindlichen Beschuss der 32-jährige Hauptfeldwebel Daniel Wirth. Daniel Wirth war der erste Tote des Kommandos Spezialkräfte, KSK, der öffentlich eingestanden wurde. Ansonsten hat diese Bundesregierung die toten und schwerverletzten Helden des KSK peinlichst verschwiegen und diese Fälle zum Staatsgeheimnis erklärt.
Wenn Sie jetzt die Opfer Ihrer Kriegspolitik als kriegsversehrte Sportler feiern, dann hat das mindestens einen herben Beigeschmack.
Besser wäre es, Sie beendeten die Kriegseinsätze sofort und reduzierten so die Zahl der Opfer. An dieser Stelle vielen Dank an Gerhard Schröder für seine Weigerung, am zweiten Irakkrieg teilzunehmen, und an Guido Westerwelle, der deutsche Opfer in Libyen vermieden hat. Was macht die Bundesregierung? Sie denkt derzeit über eine Truppenaufstockung in Afghanistan nach. Der Verdacht liegt nahe, dass Sie mit den Invictus Games nur von der traurigen Bilanz Ihrer Politik ablenken wollen. Frau Merkel, Frau von der Leyen, das sind Ihre Kriegsversehrten.
Bitte kümmern Sie sich um diese Soldaten! Besuchen Sie zukünftig die Kriegsversehrtenwettkämpfe, und überlassen Sie das bitte nicht dem britischen Königshaus!
Herr Außenminister Maas hat jüngst während seines Truppenbesuchs in Afghanistan für eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes geworben. Damit verlängert er nur die Leiden unserer Soldaten. Der Afghanistan-Einsatz ist gescheitert. Herrn Maas empfehle ich dringend, an den kommenden Invictus Games in Den Haag teilzunehmen, um zu sehen, was er mit dieser Politik anrichtet.
Dem Antrag, die Invictus Games nach Deutschland zu holen, stimmen wir zu.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Frau Merkel wegen ihrer Messertoten als Kanzlerin zurücktreten muss.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.