Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich war 16, später wurde ich 18.
Dann fiel die Mauer, und es begannen die wunderbaren Jahre: endlich sagen zu dürfen, was man dachte, endlich keine Rotlichtbestrahlung mehr, endlich keinen schwachsinnigen sozialistischen Berufswettbewerb mit seinen geschönten Zahlen mehr und endlich nach Paris fahren zu dürfen.
Sozialismus ohne den neuesten Kassettenrekorder ist einfach nur Mist, meine Damen und Herren. Dann ließ ich mich lieber vom Kapitalismus ausbeuten, hatte dafür aber ein Auto. Und selbst die Autoabgase im Westen rochen noch nach Karamell, im Gegensatz zu den Trabbiabgasen aus dem Osten. Der Westen war Freiheit. Der Westen war schick.
Aber, meine Damen und Herren, wo ist denn dieser freie, starke Westen heute geblieben? Wir müssen aufpassen, ihn nicht noch weiter zu verlieren.