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206. Sitzung
Mittwoch, 18. Dezember 202420. Wahlperiode, 206. SitzungAktuelle Stunde
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Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Im Gegensatz zur Bundesregierung ist eine AfD-Delegation schon vor fünf Jahren nach Syrien gereist,

Zurufevon der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

um sich dort ein Bild der Lage zu machen.

Und schnell war klar: Die westlichen Sanktionen zerstören das Land und treffen vor allen Dingen die Bevölkerung. Syrien war eines der wohlhabendsten Länder der Region. Es gab kostenlose Schulbildung, ein gutes Gesundheitswesen, relative Religionsfreiheit,

Zurufeder Abg. Jürgen Hardt [CDU/CSU] und Sara Nanni [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

und die Haustüren wurden nie verschlossen.

So ein Quatsch!

Und dann kam der Bürgerkrieg mit Unterstützung auch des Westens.

Lachenbei der CDU/CSU

Unglaublich!

Die USA haben fleißig die Ölquellen ausgebeutet, und die Türkei hat schon damals die Islamisten unterstützt. Es war ein Verdienst der Russen,

Lachenbei Abgeordneten der FDP

den „Islamischen Staat“ geschwächt, wenn nicht gar besiegt zu haben.

Quatsch! Das ist so ein Blödsinn! Radio Moskau!

Nach der Logik meines Vorredners, Herrn Kuhle, müsste es also wohl so sein, dass der „Islamische Staat“ jetzt in Syrien regieren sollte.

Was bringt Sie denn dazu, so einen Schwachsinn hier zu erzählen? Unglaublich!

Oder wie darf ich das verstehen? Und wenn er meint, dass Migration hier als Waffe benutzt wird: Es ist doch gerade die Bundesregierung, die diese Massenmigration ermöglicht hat

Der Schlächter Assad, den Sie besucht haben, der hat die Leute in die Flucht getrieben! Schon vergessen?

und sie damit als Waffe gegen unsere Gesellschaft einsetzt; nichts anderes ist das.

Beifallbei der AfD sowie der Abg. Robert Farle [fraktionslos] und Thomas Seitz [fraktionslos]

Aber eins war schon damals klar, nämlich was deutsche Interessen sind:

Das ist ziemlich klar, was Ihre Interessen hier sind!

Wiederaufbau des Landes und Rückführung der syrischen Migranten.

Nazis raus!

Die AfD hatte schon damals einen Fahrplan, der erst jetzt so langsam von der Bundesregierung übernommen wird:

Herr Kotré, was sind denn Ihre Interessen?

Zurufdes Abg. Dr. Johannes Fechner [SPD]

Einrichtung von Gesprächskanälen und schrittweise Aufnahme von diplomatischen Beziehungen, Wiedereröffnung der deutschen Botschaft, Aufhebung der Sanktionen, die vor allen Dingen nur die Bevölkerung treffen, Zugang zum internationalen Zahlungsverkehr, Wiederaufbauplan gemeinsam mit allen internationalen Partnern und unter Einbeziehung des deutschen Mittelstands

Ihre Kollegin aus Hamburg, ist die nicht in einer WG mit Assad, oder wie muss ich mir das vorstellen? Der Wohnraum wird ja auch knapp langsam!

und letztendlich Remigration und Reintegration aller bei uns lebenden Syrer – dann aber dort in Syrien. Syrer, die sich bei uns nicht integrieren, die sind damit gemeint. Aber Syrer, die sich bei uns integrieren, die das Grundgesetz anerkennen, für ihren Unterhalt selbst sorgen, sind herzlich willkommen bei uns.

Beifallbei der AfD

Ja, alle herzlich willkommen! Das strahlt ihr aus!

Aber leider ist das nicht die größte Gruppe. Und die Lüge, dass jeder Syrer eine Fachkraft wäre, ist doch längst schon in sich zusammengebrochen.

Das hat ja keiner gesagt!

Warum ist die Remigration

Da ist es wieder, das Wort!

der nicht integrationswilligen Syrer im deutschen Interesse, vor allen Dingen im Interesse unserer Rentner?

Wen meinen Sie? Die Rentner, die von syrischen Geflüchteten gepflegt werden, oder wen meinen Sie?

Zurufder Abg. Rasha Nasr [SPD]

Wir haben circa 1 Million Syrer im Land. Deren Erwerbsquote ist gering. Die Deutschen arbeiten quasi für die Syrer mit. Und wenn die Syrer Arbeit haben, dann doch eher im Niedriglohnsektor.

Wie die über 5 000 Ärztinnen und Ärzte?

Zurufdes Abg. Dr. Karamba Diaby [SPD]

Sie werden spätestens bei der Rente auf Sozialleistungen und Steuergelder angewiesen sein. Die durchschnittlichen Kosten belaufen sich aufsummiert im Jahr auf insgesamt circa 25 Milliarden Euro. Was bedeutet diese Summe? Diese Summe bedeutet, dass man in zwei Jahren die komplette Schullandschaft in Deutschland sanieren könnte.

Das glauben Sie doch selber nicht!

Unter den Syrern sind Terroristen; das hat auch schon Frau Merkel zugegeben. Essen, Solingen, Bad Oeynhausen – die schlimmsten Täter sind Syrer.

Das können Sie Putin erzählen!

Und die größten Nazis sind Deutsche!

Unter den Syrern sind auch viele, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnen.

Werfen Sie doch erst mal die Straftäter aus Ihrer Fraktion! Wer sitzt denn da?

In Stuttgart oder Hamburg haben sich Tausende mit „Allahu akbar“-Rufen auf Weihnachtsmärkten klar positioniert – antidemokratisch, unsere Sitten, Traditionen und Gebräuche missachtend, machtergreifend und letztendlich mit einem Anspruch, alle anderen an die Wand zu drängen. Jeder Einzelne von diesen muss abgeschoben werden, meine Damen und Herren!

Beifallbei der AfD sowie des Abg. Thomas Seitz [fraktionslos]

Auch das deutsche Recht fordert Remigration. Die Syrer haben ja kein Asylrecht. Sie hatten einen subsidiären Flüchtlingsstatus.

Zurufdes Abg. Axel Müller [CDU/CSU]

Mit dem Ende des Bürgerkrieges und dem Sturz Assads ist deren Aufenthaltsrecht erloschen, da der Flüchtlingsstatus entfallen ist.

Assad, Ihr Kumpel!

Damit ist es automatisch gegeben, dass sie unser Land verlassen müssen.

AfD, Assad für Deutschland!

Zurufvon der CDU/CSU

Da hilft auch kein EU-Recht, das Abschiebungen irgendwie entgegenstünde. Dass das natürlich unter humanitären Gesichtspunkten erfolgen muss, das ist doch völlig klar. Deutschland ist hierbei doch auch großzügig und wird den Wiederaufbau und damit die Zukunftsperspektiven in Syrien unterstützen. Das heißt, Wiederaufbau, Zukunftsperspektiven und die Rückkehr der Syrer werden miteinander verbunden.

Sie können ja vorangehen und alles hübsch machen!

Der HTS, die neue Führung in Syrien, ist eine islamistische Organisation; auf ihren Anführer ist ein Kopfgeld von 10 Millionen Euro ausgesetzt. Aber viele Syrer hier im Land haben den Sturz Assads bejubelt.

Anders als Sie!

Sie zeigen damit, dass sie kein Problem damit haben, –

Gott sei Dank!

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