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25. Sitzung
Donnerstag, 24. März 202220. Wahlperiode, 25. Sitzung
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Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Wir alle sind hier angetreten, um Landwirtschaft neu zu denken. Ich habe diese Diskussion jetzt 90 Minuten lang aufmerksam verfolgt, und ich muss zugeben: Ich bin schon ein wenig erstaunt über so manche Äußerungen und Auffassungen vor allen Dingen von Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen der Union. Sie wollen offensichtlich – das ist meine Zusammenfassung Ihrer Forderungen – alles daransetzen, eine maßgeblich von Ihnen geprägte Politik, eine Politik, die aber in vielen Bereichen nicht zum Ziel geführt hat, fortzusetzen; ich habe es mir notiert. Sie sagten zwar – das haben Sie erwähnt –, Sie wollten keinen Rollback. Im nächsten Satz haben Sie aber sofort gesagt: Wir müssen das Tempo verringern. – Sie haben also davon gesprochen, dass wir die gleichen Ziele haben, halt nur nicht jetzt. Sie wollen Brachflächen freigeben, ökologische Ziele noch mal zurückstellen und den European Green Deal noch mal überplanen. Achtung, Spoiler! Das wird nicht funktionieren.

Beifallbei der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Lesen Sie Zeitung? Haben Sie nicht mitbekommen, dass ein paar Dinge passiert sind?

– Ich gebe Ihnen ja recht. Die Probleme haben Sie teilweise richtig formuliert. Nur kann ich Ihnen bei der Schlussfolgerung nicht recht geben.

Wir müssen auf die Landwirtinnen und Landwirte hören. Und ja, die haben Sorgen. Die sprechen über gestiegene Dieselpreise, gestiegene Düngerpreise, über hohe Rohstoffpreise bis hin zur Frage von deren Verfügbarkeit. Aber die einzige Antwort auf diese Probleme kann doch nur sein, dass wir diese Probleme nachhaltig lösen, und das können wir nur, wenn wir ressourcenschonend und ökologisch arbeiten.

Beifallbei Abgeordneten der SPD und des Abg. Niklas Wagener [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

Egal ob wir es Precision Farming, Digital Farming oder Smart Farming nennen: Um diese Ziele zu erreichen, um nachhaltige Landwirtschaft zu ermöglichen, brauchen wir vor allen Dingen eines: Wir brauchen eine digitale Landwirtschaft.

Beifallbei Abgeordneten der SPD und der FDP und des Abg. Niklas Wagener [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

Deswegen ist es folgerichtig, dass die Bundesregierung einen Haushalt vorgelegt hat, der im digitalen Bereich um über 40 Prozent erhöht wurde. Es stehen 51,4 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesen 51,4 Millionen Euro haben wir es in der Hand, den digitalen Wandel, von dem Kollege Auernhammer 2018 vollkommen richtigerweise gesagt hat, er sei größer als die Umstellung vom Pferd zum Schlepper, zu gestalten.

Zurufdes Abg. Artur Auernhammer [CDU/CSU]

Wir brauchen dieses Geld, um eine Datenplattform zu schaffen, wir brauchen es für Projektförderungen und Studien. Wir brauchen es auch – und das haben Sie vorhin erwähnt – für Investitionsförderungen vor allen Dingen von kleinen und mittelständischen Betrieben, damit sie die hohen Investitionskosten bezahlen können. Und wir brauchen dieses Geld für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Mit dem vorgelegten Haushalt haben wir dieses Geld zur Verfügung.

Beifallbei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der Abg. Carina Konrad [FDP]

„Vom Pferd zum Schlepper“ wird jetzt also zu „vom Schlepper zum sensorgesteuerten Agrarroboter“. Die Verwendung von digitalen Möglichkeiten ist heute aber nur die Spitze eines enormen Eisberges. Das Potenzial von digitalen Agrartechnologien ist gewaltig; und wir werden es nutzen.

Beifallbei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der FDP

Das neue Zeitalter in der Landwirtschaft wartet nicht mehr auf uns; es hat schon vor Jahren begonnen. Nun liegt es an uns, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, die Chancen, die uns die Digitalisierung bietet, zu nutzen. Und diese Koalition wird das tun.

Beifallbei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der FDP

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