Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich will drei wichtige Punkte festhalten.
Erstens. Von der Sprach-Kita und Sprachförderung profitieren alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer Familie.
Zweitens. Wenn der Bund Bundesmodelle macht, haben sie einen Anfang und ein Ende. Das ist auch die Grundlage der Haushaltsplanung. Ein Bundesprogramm kann und darf nicht dauerhaft laufen.
Aber gute Programme darf man auch weiterführen!
Drittens. Die Kompetenzen für die Kitas liegen bei den Ländern. Niemand in diesem Haus fordert, dass sie auf den Bund übergehen.
Wir wissen aber um die Bedeutung. Deshalb haben wir jetzt ein KiTa-Qualitätsgesetz vorgelegt, mit dem wir noch mal 4 Milliarden Euro in die Kitafinanzierung investieren.
Ich denke, die Verantwortung liegt bei den Ländern!
Genau dadurch haben die Länder die Möglichkeit, die Förderelemente der Sprach-Kitas zu übernehmen.
Ich will Ihnen da auch ein Beispiel geben. Mit dem Gute-KiTa-Gesetz haben die Bundesländer 1,6 Milliarden Euro – knapp 30 Prozent der Förderung – in die Beitragsreduzierung investiert. Hier würden viele, viele Sprach-Kitas hineinpassen, liebe Kolleginnen und Kollegen.
– Bitte schön. Eine Redezeitverlängerung ist sehr willkommen.
Eine Frage der Kollegin Bär.
Sehr geehrte Frau Staatssekretärin, vielen herzlichen Dank, dass Sie die Frage zulassen. Nachdem Sie, aber auch alle anderen Rednerinnen und Redner der Ampel gerade noch mal betont haben, dass wir falsch liegen, weil es eben ganz wichtig und auch ganz eindeutig ist, dass die Länder zuständig sind, frage ich Sie schon, warum Sie denn dann, als Sie als Ampel diesen Koalitionsvertrag geschrieben haben, dort reingeschrieben haben: Wir wollen das Programm der Sprach-Kitas verstetigen und ausbauen. – Was hat sich denn in den letzten Monaten geändert?
Liebe Frau Kollegin, vielen Dank für diese Frage. – Das Ziel ist an erster Stelle, mit einer Übergangslösung für die nächsten zwei Jahre den Ländern noch mal die Möglichkeit zu geben, in diesem Bereich weiterzuarbeiten – natürlich ist auch das ein Bundesprogramm, nämlich ein auf zwei Jahre angelegtes Programm – und das zu evaluieren,
Wo ist die denn?
sich mit diesen Erkenntnissen gemeinsam an einen Tisch zu setzen und an einem KiTa-Qualitätsgesetz zu arbeiten. Dann hätten wir eine gesetzliche Grundlage für eine dauerhafte Förderung in dem Bereich der Kinderförderung.
Ich finde aber ganz spannend, woher derzeit der Gegenwind kommt, nämlich direkt aus Bayern.
Nein!
Sie wollen sich gar nicht mit uns an einen Tisch setzen. Sie haben gar kein Interesse an einem KiTa-Qualitätsgesetz.
– Und ich bin immer noch nicht fertig mit meiner Antwort.
Das war keine Antwort! Die Frage ist nicht beantwortet!
Wenn die Bundesländer, Frau Kollegin, gemeinsam mit dem Bund an einem Tisch sitzen und zusammenarbeiten würden, hätten wir eine Verstetigung.
Die Antwort ist zu lang!
Die haben wir nicht. Fangen Sie mal an, in Bayern, wo Sie regieren, daran zu arbeiten!
Ich bin immer noch nicht fertig mit meiner Beantwortung. Ich will noch einen Punkt hinzufügen.
Die Frage ist nicht beantwortet!
Die Antwort ist zu lang!
Sie haben jetzt im Bundesrat einen Antrag aus Bayern eingebracht, in dem genau das, was Sie hier in Ihrem Antrag fordern, überhaupt nicht steht, nämlich dass die Gelder in den Bereich der Beiträge übergehen.
Was sagen denn Ihre Ministerpräsidenten?
Was ist das denn? Das ist doch verlogen!
Sie wollen, dass noch mehr Geld in die Beitragsbefreiung fließt.
Wahlkampfgeschenke verteilen!
Sie wollen, dass noch weniger Geld in die Verbesserung der Qualität fließt. Wie passt das eine denn mit dem anderen zusammen?
Sie wollen doch nur in die Schlagzeilen. Sie wollen gar nicht konstruktiv daran arbeiten, dass es am Ende eine Lösung gibt!
Das ist leider falsch! Leider falsch! Alle Länder haben doch gegen Sie gestimmt! Alle!
Alle! Nicht nur Bayern!
Wenn es nämlich so wäre, dann würde es in der Debatte ganz anders aussehen.
Ich will das hier zum Schluss auch noch mal betonen, liebe Kolleginnen und Kollegen:
„Zum Schluss“? Du kannst auch länger sprechen!
Ich war letzte Woche selber im Bundesrat. Ich habe dort den Vorschlag gemacht, dass wir gemeinsam an einer Übergangslösung arbeiten. Wir haben konkrete Vorschläge, wie das gehen kann. Das setzt aber die Bereitschaft voraus, auch miteinander zu verhandeln. Das setzt die Bereitschaft voraus, miteinander zu reden und konstruktiv zusammenzuarbeiten.
Was sagt denn zum Beispiel Baden-Württemberg dazu?
Wir werden hier auf jeden Fall eines nicht machen, nämlich Demokratieförderung gegen Sprach-Kitas ausspielen.
Ja, Frau Kollegin, die Mittel für die Demokratieförderung konnten in den letzten zwei Jahren nicht vollständig abgerufen werden, weil wir eine Pandemie hatten.
Demokratieförderung in der Kita!
Dann besteht aber die Verantwortung, erst recht darin zu investieren, und nicht die Menschen in der Kälte stehen zu lassen,
Da werden sich die Kinder aber bedanken bei Ihrer Prioritätensetzung!
und das ist erst recht ein Grund, Verantwortung in diesem Land zu übernehmen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen,
Ach so, indoktrinieren wollen Sie wieder!
Ihr müsst die Lösungen suchen!
anstatt hier nur Schlagzeilen und Schlammschlachten zu produzieren.
Vielen Dank.
Machen Sie doch mal Ihre Arbeit! Sich hinzustellen und so einen Unfug zu erzählen! Peinlich!
Das war ja so unsouverän! Das ist echt schlimm!
Für die CDU/CSU-Fraktion hat das Wort Nadine Schön.