Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Kinder, zu euch komme ich gleich. – Am Ende einer Haushaltswoche ist fast alles gesagt, und am Ende von zwei Haushaltswochen ist tatsächlich noch mehr als fast alles gesagt.
Fest steht, dass Sie von den Altparteien in der letzten Zeit alles verbraten und verraten haben, wofür Deutschland jemals stand: Wachstum, wirtschaftliche Stärke, Sicherheit, Bildung, Innovation, Produktivität – das haben Sie alles geschleift.
Also: Sie stehen für Stagnation, Schrumpfung, Inflation, Arbeitslosigkeit, ideologischen Klimamumpitz und Genderfirlefanz und jede Menge Schulden.
Letzte Woche: 140 Milliarden Euro. Diese Woche: 170 Milliarden Euro obendrauf. Eine Katastrophe für unser Land!
Wie bringt man das jetzt den Kindern näher?
Man bemüht am besten ein Gleichnis. Und wenn man sich auf Gleichnissuche begibt, dann landet man irgendwann bei Heinrich Hoffmann und seinem „Struwwelpeter“. Da steht:
„Der Friederich, der Friederich; Das war ein arger Wüterich! Er fing die Fliegen in dem Haus Und riß ihnen die Flügel aus. Er schlug die Stühl’ und Vögel tot, Die Katzen litten große Not. Und höre nur, wie bös er war.“
„Er peitschte seine Gretchen gar!“
Der Friederich – kann das Zufall sein? Ist das der Friederich, der jetzt da gerade nicht sitzt?
Oder sind es im Allgemeinen die Altparteien, die ohne Rücksicht auf Verluste ihre Umgebung malträtieren, schikanieren, terrorisieren, ruinieren und verbrannte Erde hinterlassen?
Das ist der Friederich beim „Struwwelpeter“.
Es geht weiter. Jetzt kommt die Opposition ins Spiel.
„Am Brunnen stand ein großer Hund,“
– AfD vielleicht; man wird sehen –
„Trank Wasser dort mit seinem Mund. Da mit der Peitsch’ herzu sich schlich Der bitterböse Friederich; Und schlug den Hund, der heulte sehr, Und trat und schlug ihn immer mehr. Da biß der Hund ihn in das Bein, Recht tief bis in das Blut hinein. Der bitterböse Friederich, Der schrie und weinte bitterlich – Jedoch nach Hause lief der Hund Und trug die Peitsche in dem Mund.“
Friederich hatte also übertrieben. Er hatte sich mit dem Falschen angelegt, mit der Alternative für Deutschland beispielsweise.
Und dann hat die sich zur Wehr gesetzt und ihm die Peitsche weggenommen. Und was passiert jetzt mit dem Friederich?
„Ins Bett muß Friedrich nun hinein. Er litt viel Schmerz an seinem Bein; Und der Doktor sitzt dabei Und gibt ihm bitt‘re Arzenei.
Der Hund“
– jetzt kommt der Hund, also die AfD möglicherweise –
„an Friedrichs Tischchen saß, Wo er den großen Kuchen aß, Aß auch die gute Leberwurst Und trank den Wein für seinen Durst.“
Also, der Friederich, der bitterböse Friederich ist seinen Job los. Er hat übertrieben; er hat es übertrieben mit der Bekämpfung der Opposition. Und die Opposition sitzt jetzt an dem Tisch, wo der Friederich vorher saß. Das kann man doch als Gleichnis bezeichnen
und auf die deutsche Politik übertragen, oder nicht?
Die Altparteien entwickeln sich alle dahin, wo die Alternative für Deutschland immer schon war. Und das ist ihr Problem: Sie hecheln uns wie ein – anderer – Hund hinterher, meine Damen und Herren.
Jahrzehntelang haben Sie unser einstmals blühendes, demokratisches, meinungspluralistisches, freundliches Land ruiniert und zugrunde gerichtet. Und wir sagen: Es reicht.
Es reicht mit diesen Ruinatoren an den Hebeln der Macht. Geben Sie von den Kartellparteien die Peitsche ab! Nehmen wir Ihnen die Peitsche weg! Lassen wir die Wähler sprechen! Lassen Sie uns wieder frei werden und die Ruinatoren aus den Ämtern entfernen!
Und die Opposition setzt sich dann an den Tisch und bringt das Land da hin, wohin es gehört, nämlich wieder an die Spitze,
wirtschaftlich, was die innere Sicherheit angeht und auch was die Meinungspluralität angeht.
Vielen Dank, meine Damen und Herren. Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende.
Der letzte Redner in dieser Debatte ist Dr. Florian Dorn von der Unionsfraktion.