Nein. – Wenn wir über Rechenzentren reden, dann geht es um große Strommengen, ja. Aber die Lösung ist nicht, einen Minireaktor neben jedes Servergebäude zu stellen. Die Lösung ist, dort Rechenzentren zu bauen, wo ausreichend erneuerbare Energie zur Verfügung steht, zum Beispiel in Niedersachsen. Dort, wo viel Windenergie produziert wird, entsteht echte Standortpolitik für die Zukunft. Ihnen wird hoffentlich auch nicht entgangen sein, dass wir heute durch die Bundesregierung über die Rechenzentrumsstrategie unterrichtet wurden. Ihre Reaktor-Albträume braucht es dafür nun wirklich nicht.
Und eines sage ich Ihnen auch: Wir fördern Technologien, die für saubere Effizienz und Versorgungssicherheit sorgen – Kraft-Wärme-Kopplung, grünen Wasserstoff,
moderne Netze und Speicher. Batteriespeicher sind hier wichtig, um das umzusetzen. Die Zehn-Stunden-Anforderung als Energiesicherheitsstrategie sollte Maßstab für unsere Versorgungssicherheit sein. Im Übrigen: Batteriespeicher überbrücken deutlich mehr als zwei Stunden, bis zu zwölf Stunden. Mal ganz davon abgesehen, dass auch Sektorenkopplung möglich ist.
Versorgungssicherheit ist also wichtig und steht auch im Vordergrund. Und ich erwarte Entsprechendes vom Wirtschaftsministerium. Hier muss das Haus ganz klar liefern.
Diese Politik, meine Damen und Herren, denkt nicht in Fantasien von Kernreaktoren, sondern in Verantwortung für Mensch und Umwelt. Wir lehnen den Antrag entschieden ab.
Vielen Dank.