Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Die maritime Wirtschaft hat eine enorme Bedeutung für uns als Exportnation, für die Energieversorgung Deutschlands und natürlich auch insgesamt für unsere Infrastruktur und Sicherheit. Das haben viele Redner in dieser Debatte parteiübergreifend hervorgehoben. Deswegen ist es eine sehr gute Nachricht, dass die aktuelle Bundesregierung bereits im ersten Jahr ihrer Amtszeit mehr gemacht hat, als es in all den Jahren vorher der Fall war.
Wir haben, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen, ein 400-Millionen-Euro-Programm für die Häfen und die Schifffahrt auf den Weg gebracht. Wir werden Rekordinvestitionen in das Schienennetz und in das Autobahnnetz vornehmen, und wir werden Infrastrukturprojekte in Deutschland in Zukunft schneller planen und bauen. All diese Punkte werden die maritime Wirtschaft in Deutschland nach vorne bringen.
Wir wollen nächste Woche natürlich nicht nur nach Emden fahren, um uns für all die Erfolge bereits in den ersten Monaten der Amtszeit der Bundesregierung feiern zu lassen, sondern wir wollen auch nach Emden fahren,
um die Bedeutung der maritimen Wirtschaft für Deutschland und für Europa herauszuarbeiten. Das hatte meine Kollegin Vanessa Zobel eben sehr gut auf den Punkt gebracht: Die maritime Wirtschaft in Deutschland ist nicht nur eine Angelegenheit für die Küstenländer, sondern sie ist eine Angelegenheit für das ganze Land.
Ein Schwerpunkt wird dabei die Frage sein: Wie eng ist die Sicherheit Deutschlands mit der Stärke der maritimen Wirtschaft verknüpft? Die Sicherheit Deutschlands – das wird die Antwort sein; so viel kann man schon vorwegnehmen – ist enorm stark mit der maritimen Wirtschaft verknüpft. Deswegen werden wir alles dafür tun, um zum Beispiel die maritime Industrie in Deutschland weiter zu unterstützen.
Die maritime Industrie in Deutschland ist – das hat die Kollegin Kreiser eben auch richtig dargestellt – eine echte Zukunftsbranche, die boomt. Wir reden ja leider im Moment in Deutschland über die ein oder andere Branche, bei der es bestenfalls um den Erhalt von Arbeitsplätzen geht und manchmal auch um Arbeitsplatzabbau. In der maritimen Industrie wird das dank eines guten Zusammenspiels dieser Koalition mit den Unternehmen und den Gewerkschaften anders sein. Wir können davon ausgehen, wenn unsere Maßnahmen fruchten, dass wir in vielen Regionen Deutschlands in den nächsten Jahren Hunderte und in einigen Regionen Deutschlands sogar Tausende neue Arbeitsplätze schaffen werden,
insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern, wo wir im Moment noch keine starke Industrie haben, aber auch in Niedersachsen, in Schleswig-Holstein, in Hamburg, in Bremen, Bremerhaven. Davon werden nicht nur die Küstenländer profitieren, sondern auch viele Zuliefererbetriebe in Bayern und in Baden-Württemberg, in Nordrhein-Westfalen und in anderen Ländern.
All das werden wir bei der Nationalen Maritimen Konferenz besprechen. Es wird darum gehen, wie wir diesen Erfolgskurs, den wir bereits eingeschlagen haben, noch weiter ausbauen können.
Ein Punkt ist mir in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Die deutschen Technologien, die bereits jetzt zur Weltspitze gehören, werden angesichts der geopolitischen Lage auch in vielen anderen Regionen zunehmend nachgefragt werden. Länder wie Indonesien und Singapur, aber auch die USA fragen sich, wie sie ihre Gewässer besser erkunden und ihre See schützen können. Da haben wir enorm viel anzubieten mit Minensuchgeräten, mit Unterwasserfahrzeugen, die die See erkunden, und natürlich auch mit U-Booten und Fregatten.
Insoweit kann man sagen: Die Nationale Maritime Konferenz wird auch einen Beitrag dazu leisten, dass viele neue Exportschlager in Deutschland in Zukunft produziert werden. Ich freue mich auf die Beratungen, auf viele gute Ideen.