Alles gut. – Ich sage nur noch einen Satz als Antwort, auch wenn Sie, Herr Gesenhues, schon sitzen: Laut einer aktuellen Umfrage glauben viele Deutsche, wir würden 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungspolitik ausgeben, und wünschen sich, dass wir 10 Prozent dafür ausgeben. Tatsächlich geben wir nur 0,56 Prozent des Bruttoinlandsprodukts dafür aus. Das heißt: Die Menschen wollen schon, dass wir sinnvolle entwicklungspolitische Maßnahmen voranbringen, und fallen darauf rein, wenn gesagt wird, dass das zu viel sei.
Meine Damen und Herren, eines ist offensichtlich: Wer heute in Ernährungssicherheit investiert, investiert in Stabilität. Wer Hunger bekämpft, verhindert Konflikte und betreibt Friedenspolitik. Und wer internationale Solidarität lebt, schafft Vertrauen in einer zunehmend fragmentierten Welt. Deshalb gilt: Gerade in Zeiten wachsender Krisen brauchen wir mehr internationale Zusammenarbeit und nicht weniger. Genau daran arbeitet die Entwicklungspolitik – pragmatisch, partnerschaftlich, solidarisch oder, wie wir in Ostfriesland sagen: tosamen.
Herzlichen Dank.