Guten Morgen, sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Wehrbeauftragter! Liebe Veteraninnen und Veteranen! Am kommenden Nationalen Veteranentag richten wir unseren Blick auf die Frauen und Männer, die unserem Land in Uniform gedient haben, auf Menschen, die Verantwortung übernommen haben, auf Menschen, die bereit waren, für die Sicherheit und den Schutz unserer Gesellschaft einzustehen. Ich stehe heute voller Dankbarkeit vor Ihnen, dankbar für Ihren Einsatz, dankbar für Ihre Leistungen.
Veteraninnen und Veteranen haben sehr unterschiedliche Lebenswege. Manche haben Jahrzehnte in der Bundeswehr gedient, andere einige Jahre. Manche waren im Auslandseinsatz, andere haben ihren Dienst in Deutschland geleistet. Sie alle verbindet, dass sie bereit waren, Verantwortung für unser Gemeinwesen zu übernehmen. Und dieser Dienst verdient Respekt.
Wertschätzung zeigt sich nicht nur in Worten; sie zeigt sich auch in unserem Handeln. Sie zeigt sich darin, ob wir Veteraninnen und Veteranen zuhören, ob wir ihre Erfahrungen ernst nehmen, ob wir ihnen die Unterstützung geben, die sie benötigen, und ob wir dafür sorgen, dass sie auch nach ihrem Dienst die gesellschaftliche Anerkennung erfahren, die sie verdienen. Niemand darf nach Jahren des Dienstes das Gefühl haben, alleingelassen zu werden. Die Fürsorge für unsere Veteraninnen und Veteranen ist Aufgabe des Staates. Aber sie ist auch eine Aufgabe für uns alle. Sie beginnt in unseren Städten und Gemeinden, in Vereinen, Verbänden und Nachbarschaften. Dort, wo Menschen einander begegnen und füreinander einstehen, entsteht die Anerkennung, die unsere Veteraninnen und Veteranen verdienen.
Der Veteranentag trägt dazu bei, diese Anerkennung sichtbarer zu machen. Er schafft Aufmerksamkeit für die Leistungen von Veteraninnen und Veteranen und stärkt das Bewusstsein dafür, dass Freiheit, Frieden und Sicherheit nicht selbstverständlich sind. In einer Zeit, in der wir wieder intensiver über Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt sprechen, ist dies wichtiger denn je.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie wird von Menschen gewährleistet, die ihr eigenes Wohl hinter das Gemeinschaftswohl gestellt haben – Menschen, die bereit sind und waren, Verantwortung zu tragen, oft unter schwierigen Bedingungen und mit persönlichen Entbehrungen. Viele Veteraninnen und Veteranen haben Belastungen erlebt, die sie noch lange nach dem Ende ihrer Dienstzeit begleiten. Manche tragen sichtbare Verletzungen, andere kämpfen mit den Folgen von Erfahrungen, die niemand sehen kann. Gerade deshalb darf unsere Anerkennung nicht auf einen einzelnen Tag im Jahr beschränkt sein.