Zusatzpunkt 15 · 19. Wahlperiode
Bundestagsdebatte vom 26. September 2019 · 115. Sitzung
Der Reaktionswert ist eine Heuristik aus protokollierten Zwischenrufen, Lachen, Kommentaren und Zwischenfragen. Er misst weder Qualität noch politische Bedeutung.
Die Ausschnitte dienen der Orientierung. Der Permalink öffnet den vollständigen, maschinell strukturierten Wortlaut.
1. Rede · Kai Wegner · CDU/CSU
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Jahr liegt der Wohngipfel jetzt zurück. Das bezahlbare Wohnen ist und bleibt die soziale Frage unserer Zeit. Und diese Koalition liefert. Wir haben ein Wohnungsbauprogramm aufgelegt, das seinesgleichen sucht. Wir setzen auf einen
2. Rede · Marc Bernhard · AfD
Schauen wir mal. – Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen! Stellen Sie sich ein Land vor, in dem Millionen Menschen keine Wohnungen bekommen, nicht weil sie sie nicht finanzieren könnten, sondern weil zu viele Bewerber da sind. Stellen Sie sich ein Land vor, in dem Millionen Menschen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens
3. Rede · Ulli Nissen · SPD
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Gut, dass wir heute das Thema „bezahlbares Wohnen“ diskutieren. Dies hat in meinem Frankfurter Wahlkreis eine hohe Brisanz. Zu geringer bezahlbarer Wohnraum birgt gewaltigen sozialen Sprengstoff. Dies ist auch ein Thema der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit den 17 UN-Nachhaltig
4. Rede · Christian Kühn · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Letzte Woche waren Menschen aus Deutschland hier in Berlin und haben eine Kette vom Bauministerium zum Kanzleramt gebildet. Sie haben für bezahlbaren Wohnraum und gegen Mietenexplosion in den Städten protestiert. Für ein Grundrecht auf Wohnen, für ein
5. Rede · Michael Groß · SPD
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich wundere mich schon, wie viel Aufregung wir durch unsere gestrige Veranstaltung erzeugt haben. – Ja, aber Sie sind darauf eingegangen; alle sind darauf eingegangen. Ich kann Ihnen nur sagen: Die Überschrift war „Wohnungspoli
6. Rede · Michael Kießling · CDU/CSU
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In einem Punkt sind wir uns einig: dass der Wohnungsmangel eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft ist, aber auch für uns Politiker. Wir als verantwortungsvolle Politiker sollten an den Stellschrauben drehen, an denen wir drehen können. Auf den An
7. Rede · Caren Lay · Die Linke
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ein Jahr nach dem Wohngipfel der Bundesregierung geht der Mietenwahnsinn ungebremst weiter. Die Preise für angebotene Wohnungen in Hamburg und Frankfurt, in Stuttgart oder Düsseldorf stiegen allein im ersten Halbjahr dieses Jahres um 3 Prozent und mehr. Das zeigt erneut: Ihre sog
8. Rede · Caren Lay · Die Linke
Nein, vielen Dank. – Meine Damen und Herren, es ist übrigens auch ein Märchen, dass sich die Regulierung von Mieten und der Neubau von Wohnungen wechselseitig ausschließen. Wir haben beispielsweise nachgewiesen, dass in Berlin bei einer starker Regulierung in den 80er-Jahren deutlich mehr gebaut wurde als in Zeiten ohn
9. Rede · Caren Lay · Die Linke
Zu guter Letzt: Es ist auch nicht falsch, die Städte unattraktiver für Spekulationen zu machen. Es wird nämlich höchste Zeit, dass wir den Beutezug des Finanzkapitals durch unsere Städte stoppen. Vielen Dank.
10. Rede · Daniel Föst · FDP
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Am 9. November feiern wir den 30. Jahrestag des Mauerfalls. Wir feiern die Überwindung des menschenverachtenden Sozialismus, den Sieg der Freiheit, den Sieg der liberalen Demokratie und der sozialen Marktwirtschaft. Aber, Freunde von den Linken, wenn ich mir
11. Rede · Daniel Föst · FDP
Letzter Satz. Ich bin im Crescendo. – 1997 haben die Zeitungen getitelt: Die Mieten sinken. Grund war laut Berichterstattung, dass in drei Jahren 1 Million Wohnungen entstanden sind. So lösen wir das Problem, alles andere ist geschichtsvergessen und ein Schaden für den Mieter. Das machen wir nicht mit. Vielen Dank.
12. Rede · Jan-Marco Luczak · CDU/CSU
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Chris Kühn – das Gleiche gilt auch für Caren Lay –, ich weiß eigentlich gar nicht, was Sie in den letzten Monaten und Jahren gemacht haben. Vielleicht hätten Sie einmal aufmerksam zuhören sollen, was wir als Große Koalition beschlossen haben. Wenn Sie
13. Rede · Jan-Marco Luczak · CDU/CSU
Ja, bitte schön.
14. Rede · Canan Bayram · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Kollege, Sie haben in Bezug auf die Grünen und Rot-Rot-Grün in Berlin die ganze Zeit geschimpft. Jetzt ist es ja so, dass in Berlin der Mietendeckel diskutiert wird, weil es den Berlinern nicht reicht, was Sie hier auf Bundesebene für Gesetze auf den Weg gebracht haben. Das Bundesver
15. Rede · Jan-Marco Luczak · CDU/CSU
Vielen Dank für die Zwischenfrage. – Der Grund, weswegen in Berlin über Enteignung und über einen Mietendeckel diskutiert wird, ist, dass der rot-rot-grüne Senat in Berlin beim Neubau völlig versagt hat. Es ist in dieser Stadt nichts passiert. Deswegen wird jetzt versucht, auf einem anderen Feld vom Versagen der eigene
16. Rede · Jan-Marco Luczak · CDU/CSU
Eine Zwischenfrage reicht mir. – Vielen Dank. Zu einem Thema möchte ich noch etwas sagen: Natürlich gibt es die Frage, wie wir mit einem solchen Mietendeckel umgehen. Ich habe gerade schon skizziert, was die Auswirkungen dieses Mietendeckels sind. Er wird so, wie er jetzt geplant ist, dazu führen, dass der Neubau drast