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Atomausstieg in Europa voranbringen

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Acht Jahre Fukushima – Atomausstieg in Europa voranbringen

Tagesordnungspunkt 6 · 19. Wahlperiode

Bundestagsdebatte vom 14. März 2019 · 86. Sitzung

Reden
20
Reaktionswert
Lebhaft

Der Reaktionswert zählt, wie oft das Protokoll während einer Rede Reaktionen aus dem Saal vermerkt. Ein Zwischenruf zählt 3 Punkte, Lachen 2, Beifall und jede andere Reaktion 1. Enthält die Rede eine Zwischenfrage, kommen einmalig 5 Punkte dazu. Der Wert sagt nichts über die Qualität einer Rede.

Zugehörige Drucksachen

Reden in dieser Debatte

Von jeder Rede steht hier ein kurzer Ausschnitt. „Rede einzeln öffnen“ zeigt den ganzen Text.

  1. 1. Rede · Sylvia Kotting-Uhl · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Liebe Frau Präsidentin! Meine Kolleginnen und Kollegen! Jedes Jahr erinnern wir Grünen im Bundestag an die großen Atomunfälle in Tschernobyl und Fukushima. Und dabei geht es nicht um eine reine Erinnerungskultur, nicht um etwas Abgeschlossenes – nicht und wahrscheinlich niemals abgeschlossen für die Menschen in den ver

  2. 2. Rede · Karsten Hilse · AfD

    Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die grünen Gläubigen, die sich in allen Altparteien eingenistet haben, glauben bedingungslos dem IPCC, dem sogenannten UN-Weltklimarat. Jede Behauptung – und wäre sie noch so abstrus, egal ob sie bewiesen werden kann oder nicht – wird als absolute Wahrheit förmlich aufgesaugt. Ab

  3. 3. Rede · Rita Schwarzelühr-Sutter · SPD

    Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Verleugnen, lächerlich machen, verharmlosen – das hat ja Strategie, und manche träumen immer noch davon, dass man den Atommüll eigentlich vergolden kann. Aber glauben kann man vieles. Fakt ist, dass die Bundesregierung aus der Atomenergie au

  4. 4. Rede · Judith Skudelny · FDP

    Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich möchte zunächst einmal das internationale Umfeld beleuchten, in dem wir uns aktuell in der Debatte über die Kernenergie bewegen: In den letzten drei Jahren sind international 20 Kernkraftwerke ans Netz gegangen, 55 neue Kernkraftwerke befinden sich aktuell im Bau. Tschechien

  5. 5. Rede · Karsten Hilse · AfD

    Vielen Dank. Es geht auch ganz schnell. – Liebe Frau Schwarzelühr-Sutter, ich habe nicht gesagt, dass radioaktive Reststoffe nicht strahlen. Ich habe nur gesagt, dass immer wieder behauptet wird, dass atomare Reststoffe sehr lange und sehr stark strahlen. Ich habe darauf abgehoben – fragen Sie einen Physiker, der wird

  6. 6. Rede · Hubertus Zdebel · Die Linke

    Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Am 26. April 1986 explodierte ein Atomreaktor in Tschernobyl. Über Europa zogen gefährliche Strahlenwolken hinweg. Hunderttausende Betroffene leiden noch immer an zahlreichen strahlenbedingten Krankheiten. Am 11. März 2011 kam es nach einem Erdbeben und Tsunami zur mehrfac

  7. 7. Rede · Oliver Krischer · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Herzlichen Dank, Herr Präsident, für die Gelegenheit einer Kurzintervention. – Frau Dött, ich habe wie bei dem Kollegen Möring Ihre Aussagen irritiert zur Kenntnis genommen. Herr Möring hat gesagt, dass die Forderung nach dem Exportstopp deutscher Brennelemente in den belgischen Schrottreaktor Tihange Populismus sei. S

  8. 8. Rede · Marie-Luise Dött · CDU/CSU

    Vielen Dank für Ihre Kurzintervention, Herr Krischer. – Hätten Sie meiner Rede genau zugehört, dann wüssten Sie, dass ich mich dagegen wehre, dass man Ängste der Bevölkerung ausnutzt, um Ihre – es tut mir leid – manchmal sehr populistischen Anschuldigungen an die Regierung zu untermauern. Ich weise auf den Koalitionsve

  9. 9. Rede · Rainer Kraft · AfD

    Sehr geehrter Herr Präsident! Geehrte Abgeordnete! Werte Gäste! Eine kurze Vorbemerkung: Frau Kotting-Uhl, Sie hatten sinngemäß in Ihrer Rede als größte Bedrohung für das Leben, das Wohlbefinden, das Glück der Leute die Kernenergie ausgemacht. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist die durchschnittliche Lebenserwart

  10. 10. Rede · Nina Scheer · SPD

    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist schwer zu ertragen, was mein Vorredner hier alles für einen Schwachsinn erzählt hat. Aber wenn ich jetzt alles widerlegen würde, dann bräuchte ich mehr als meine Redezeit; denn es war fast in jedem Satz Unwahres drin. Setzen wir einmal bei der Frage a

  11. 11. Rede · Artur Auernhammer · CDU/CSU

    Verehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Eines müssen wir hier auch einmal erwähnen: Die Kernenergie hat dazu beigetragen, dass die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land über Jahrzehnte vorangegangen ist. Aber: Wir haben nach den Reaktorkatastrophen vom 11. März 2011 in Fukushima und vom 2

  12. 12. Rede · Frauke Petry · Fraktionslos

    Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Am 11. März 2011 bebte vor Japan das Meer. Der größte Tsunami der japanischen Geschichte zerstörte weite Teile des Landes. Er hinterließ eine Trümmerlandschaft und Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe. Nicht das Trauma der Angehörigen, nicht die Wiederaufb

  13. 13. Rede · Karsten Möring · CDU/CSU

    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Kotting-Uhl, ich verstehe und ich teile Ihre emotionale Form der Ansprache, was die Folgen des Tschernobyl-Unglücks angeht. Aber bei der Frage, welche Konsequenzen wir daraus ziehen, ist mindestens ebenso sehr rationale Überlegung dahin gehend gefragt, was wi

  14. 14. Rede · Karsten Möring · CDU/CSU

    Bitte sehr, Herr Krischer.

  15. 15. Rede · Oliver Krischer · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Herr Möring, danke, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Sie argumentieren, Sie sagen, es sei belanglos, ob die Brennelemente, die beispielsweise in dem belgischen Rissreaktor Tihange 2 benutzt werden, aus Deutschland kommen oder nicht. Haben Sie schon mal Gespräche in Belgien geführt? Dort hören Sie das Argument: Ih

  16. 16. Rede · Karsten Möring · CDU/CSU

    Herr Krischer, ich verstehe die Menschen, die so denken. Aber ich weiß auch, dass es genügend andere gibt, die sehr daran interessiert sind, möglichst hochwertige Ware zu bekommen. Wenn die Art und Weise, wie die Atomkraftwerke gebaut, kontrolliert und betrieben werden, in Belgien von der belgischen Regierung und der b

  17. 17. Rede · Marie-Luise Dött · CDU/CSU

    Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die Katastrophe von Fukushima war ein Einschnitt – ein Einschnitt für Japan, Deutschland, Europa und die ganze Welt. Damals passierte in einem technologisch hochentwickelten Land etwas, was nach allen wissenschaftlichen Maßstäben für unmöglich gehalten wurde. Deutschland hat dara

  18. 18. Rede · Marie-Luise Dött · CDU/CSU

    Nein, bitte jetzt nicht. Zweitens würde eine Stilllegung der Anlagen zu einem Verlust des Know-hows führen. Das Abschalten der Anlagen in Gronau und Lingen würde uns des letzten Restes an Kompetenz im Bereich Kernkraft berauben. So richtig der Ausstieg Deutschlands aus der Erzeugung von Kernenergie auch ist, so falsch

  19. 19. Rede · Timon Gremmels · SPD

    Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich frage mich, warum Frau Petry die AfD verlassen hat. Das war eins zu eins der gleiche Quark, den wir von der AfD gehört haben. Nur ein Argument, weil mir meine Redezeit dafür eigentlich zu schade ist: Sie haben gesagt, mit dem Atomausstieg würden i

  20. 20. Rede · Timon Gremmels · SPD

    Nein, ich gestatte sie nicht. Die Kollegin kann gerne eine Kurzintervention machen. Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich möchte an dieser Stelle eines sagen: Was wir nicht machen sollten, ist, Kohleindustrie, Klimawandel und Atomausstieg auf einmal gegeneinander ausspielen zu wollen. Das wollen wir nicht. Leider

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