Lieber Herr Kollege, das Klimapaket ist ein sehr, sehr ausgewogenes, im Hinblick auch auf seine soziale Lastenverteilung. Vor allen Dingen ist es eines, das sehr vorsichtig beginnt mit den Belastungen.
Einer der Hauptkritikpunkte der letzten Wochen war ja der niedrige Einstiegspreis bei CO2, also dass wir ab 2021 mit 10 Euro pro Tonne anfangen und dann sehr, sehr moderat steigern. Warum machen wir das? Weil wir die Bürger eigentlich überhaupt nicht belasten wollen. Das Ziel der CO2-Bepreisung ist nicht eine Belastung, sondern das Ziel der CO2-Bepreisung in unserem Klimakonzept lautet: Die Bürger sollen Zeit haben; sie sollen durch unsere Programme, wie Heizungsaustausch oder Kauf eines Elektroautos, Chancen auf Umstieg bekommen. Wenn sie auf CO2-neutrale Technologien umsteigen, dann haben sie auch keine Mehrbelastungen.
Zeitlicher Vorlauf, niedriger Einstiegspreis, Entlastung bei der Pendlerpauschale und Unterstützungsmaßnahmen sind sozusagen der Reigen unseres Klimaschutzprogramms. Ich sage: Das ist außerordentlich sozial ausgewogen. Es reizt an, umzusteigen. Es soll nicht mehr belasten, sondern es soll die Möglichkeit geben, dass sich jeder Bürger klimafreundlicher verhalten kann.