Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir stehen mit diesem Haushalt des Umweltministeriums an einer Wegscheide, an einer ganz entscheidenden Gabelung. Wenn wir der vorgeschlagenen Richtung der Umweltpolitik folgen, drohen unserem Land schwerste Schäden.
Das bedeutet dann nämlich das Ende von Deutschland, wie wir es kennen.
Ein erstes Wetterleuchten ist der Rückgang in der deutschen Automobilindustrie mit ihrer Spitzentechnologie; Kollege Dr. Kraft hat es benannt. Uns droht Absturz mit allen Konsequenzen für das soziale Gefüge, mit unberechenbaren Auswirkungen auf den inneren Frieden. Ja, der innere Friede steht auf dem Spiel. Das liegt am Grunddogma dieses Haushalts und Ihrer Umweltpolitik, Frau Ministerin.
Und das Dogma lautet: Kohlendioxid ist der Klimakiller; der von uns allen zu beobachtende Klimawandel sei menschengemacht, durch Industrialisierung und dem daraus resultierenden Anstieg von CO2 in der Atmosphäre. – Wer diesem Dogma nicht huldigt, gilt als Klimaleugner. Er hat damit den Status eines Verstockten, eines Ignoranten
und als solcher natürlich auch kein Recht – jedenfalls aus Sicht zum Beispiel der Studentenvertretung der Universität Frankfurt –, dort Vorträge zu halten oder an Diskussionen teilzunehmen. Angewandte Meinungsfreiheit heute.
Wir als AfD nehmen den Paria-Status auf uns. Warum? Weil wir die Vernunft, den gesunden Menschenverstand und die Wissenschaft auf unserer Seite wissen.
Oft frage ich bei Gesprächen über den Klimawandel den Gesprächspartner nach dem CO2-Anteil in der Atemluft. Es kommen abenteuerliche Fehleinschätzungen: 20 Prozent, 30 Prozent. – Nein! CO2 ist ein Spurengas.
Sein Anteil in der Atmosphäre beträgt 0,038 Prozent. Darüber hinaus ist es ein unbestreitbar lebensnotwendiges Lebensmittel für all unsere Grünpflanzen.
Wenn die Dekarbonisierung mit aller Konsequenz umgesetzt würde, wenn also alles CO2 aus der Atmosphäre verschwände, dann würde alles pflanzliche Leben und damit alles Leben überhaupt sterben.
Zur Veranschaulichung des CO2-Anstieges: Stellen Sie sich ein Quadrat mit 100 Millimetern Kantenlänge vor. Dieses Quadrat enthält insgesamt 10 000 kleine Quadrate mit 1 Millimeter Kantenlänge. Diese 10 000 Quadrate sollen für die Atemluft stehen. 7 800 wären Stickstoff, 2 100 kleine Quadrate wären Sauerstoff, 100 Quadrate wären Edelgase
und sonstige. 4 von 10 000 Quadraten wären CO2. Um 1850, also bei Beginn der Industrialisierung, waren es drei kleine Quadrate. Wir haben also einen Anstieg um ein Quadrat oder um 0,01 Prozent in etwa 170 Jahren.
Und durch die Industrialisierung haben wir einen weltweiten segensreichen Wohlstandsanstieg und die Möglichkeit, heute 7,7 Milliarden Menschen zu ernähren.
Für die AfD stelle ich abschließend drei Forderungen. Erstens: sparsamer Umgang mit Ressourcen. Zweitens: Erforschung neuer Technologien, auch der Kernkraft.
Drittens: Schluss mit dem Klimawahn.