Danke schön, Frau Präsidentin. – Herr Kollege Korte, ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass es in der Weimarer Republik demokratisch gewählte Parteien und demokratisch gewählte Regierungen waren, die der Familie Hohenzollern damals ihren Besitz aus rechtsstaatlichen Gründen gelassen haben, und zwar, weil es ganz einfach rechtlicher Besitz der Familie war. Man hat das damals nicht angerührt. Da war man demokratischer und rechtsstaatlicher, als Sie es je sein werden.
Zweitens verwahre ich mich dagegen, dass Sie eine Gruppe in unserem Lande diffamieren und ihr eine Mitschuld am Dritten Reich unterstellen.
Sie haben es ja gerade selber ausgeführt: von Historikern belegt. Wie jede andere auch war auch jene gesellschaftliche Gruppe mal so oder mal so an der Entwicklung des Dritten Reiches beteiligt.
Ich erinnere allerdings auch an das, dessen wir an jedem 20. Juli gedenken: Es war die adelige Familie von Stauffenberg, die gegen das Dritte Reich Leib und Leben eingesetzt hat, und das gilt es zu respektieren.