Nein, das ist nicht die richtige Wertung; denn dahinter steht Ihre – sehr häufig geäußerte – Grundkonnotation: Wir schicken die armen Kinder in die Fremdbetreuung und die armen Eltern in die doppelte Berufstätigkeit. – Ich will dem widersprechen. Denn es geht hier nicht darum, welcher Schaden verursacht wird, sondern es geht darum, eine gute Kinderbetreuung in Deutschland zu realisieren, verlässliche Rahmenbedingungen und Strukturen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen. Und es geht darum, dass wir den Eltern, die es möchten, garantieren, dass sie eben nicht nur während der Kitazeit ihrer Kinder, sondern auch, wenn die Kinder ins Grundschulalter kommen, eine verlässliche und gute Nachmittagsbetreuung angeboten bekommen.
Da entsteht kein Schaden. Es ist vielmehr eine Entwicklung, die den Elternwünschen entspricht.