Die Frage nach den Daten, sehr geehrter Herr Abgeordneter, ist auch immer eine Frage nach der Akzeptanz und nach dem Vertrauen und danach, ob technische Neuerungen in der Landwirtschaft überhaupt angenommen werden.
Um welche Daten handelt es sich? Es hat, wenn es um Düngungen, um Spritzungen geht, etwas mit Ausbringungsdaten zu tun, es hat etwas mit den erfassten Daten der Tiere zu tun, es hat mit vielen Themen zu tun. Wir alle wissen, dass es auf dem Acker mittlerweile auch Maschinen gibt, die über eine Cloud unterschiedlich miteinander kommunizieren.
Die Sorge ist: Wir merken – leider, sage ich sogar –, dass viele Landwirte eher dem Landmaschinenunternehmen vertrauen, wenn es die Daten hat und daraus ökonomisches Interesse ableitet – was legitim ist –, als wenn der Staat diese Daten hat. Die Befürchtung ist, die Daten würden dann sofort nach Brüssel gehen.
Insofern habe ich eine Machbarkeitsstudie zu einer staatlichen digitalen Plattform in Auftrag gegeben. Wir untersuchen: Wie müsste die Struktur einer digitalen Plattform aussehen? Welche Daten können in welcher Form im Übrigen auch vom Staat bereitgestellt werden? Wir machen zum Beispiel mit Hessen, Rheinland-Pfalz etc. ein Projekt zur GeoBox-Infrastruktur. Da geht es zum Beispiel auch darum, dass staatliche Daten den Landwirten umgekehrt kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Letzter Punkt. Auch das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering geht dem Thema nach.
Ich will hier sagen: Die Daten gehören erst mal dem, der sie selber erhoben hat.