Danke schön. – Es würde mich freuen, wenn auch das Bundesland Rheinland-Pfalz, wo die FDP mit an der Regierung ist, diese Haltung hätte. Hat sie aber nicht! – Das einfach nur mal, damit wir hier auch ein bisschen ehrlich miteinander umgehen.
Ich will eines deutlich machen – das haben Sie mitbekommen –: Wir haben beim Thema „Wolf und Weidetierhaltung“ etwas geändert. Ich bin der Meinung, es war ein richtiger und wichtiger erster Schritt, dass wir auch Wölfe bejagen können, auch wenn wir den Wolf nicht passgenau einzeln zuordnen können. Tierwohl und Tiererhalt gelten auch für Weidetiere. Ich habe mit einem Tierhalter gesprochen, dessen 40 Schafe in einer Nacht gerissen worden sind. Ganz konkret: Wir müssen dort helfen, Wölfe zu vergrämen, aber auch zu jagen und letal zu entnehmen.
Hinsichtlich der Frage, wann und wie wir auf europäischer Ebene oder auch auf Bundesebene etwas ändern, muss man sagen: Dabei brauchen wir auch die Hilfe der Bundesländer. Sie wissen, es gibt unterschiedliche Sichtweisen. Bei der einen geht es um den guten Erhaltungszustand des Wolfes. Ich finde, wir sind da auf einem sehr guten Weg. In einigen Regionen ist der Erhaltungszustand mehr als gut. Deshalb bin ich der Meinung: Man müsste regional stärker unterscheiden und sollte die Situation nicht nur deutschlandweit betrachten. Wenn wir ins Saarland schauen: Die Situation ist übersichtlich, was die Wölfe anbelangt. Rheinland-Pfalz hat sich aufs Schild geschrieben, dass man Wolfserwartungsland werden will. Andere Länder leiden sehr darunter. Insofern ist es gut, dass wir gehandelt haben und einen ersten Schritt gegangen sind.