Lebensmittelverschwendung ist ein wichtiges Thema, weil es um Ressourcenschonung sowie auch um Wertschätzung von Lebensmitteln und derer, die sie herstellen und produzieren, geht. – Ja, das tun wir. Wir sehen, dass Lebensmittel sehr häufig schon weggeworfen werden, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht wurde. Aber das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht das Verfallsdatum. Wir können aber nicht auf alle Produkte das individuelle Verfallsdatum drucken, weil das zum Beispiel von der Kühlkette, vom Lichteinfluss usw. abhängt. Deshalb gibt es sogenannte intelligente Verpackungen – eigentlich sind die Menschen intelligent, die diese Verpackungen entwickeln –, in denen Sensoren sind. Zum Beispiel wird anhand der Gase, die sich entwickeln, wenn Fleisch verdirbt, mit kleinen Sensoren gemessen, in welchem Zustand sich das Produkt befindet. Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist, aber das Produkt noch gut ist, wird dem Verbraucher angezeigt: Du kannst es genießen und brauchst es nicht wegzuschmeißen.
Wir geben dafür auch Geld aus. Wir investieren Geld in die Entwicklung dieser Technik, aber auch zum Beispiel in Plattformen, die dazu dienen, vor Ort Tafeln und Stellen, die Nahrungsmittel abgeben, zusammenzubringen, oder über digitale Lösungen und Algorithmen ermitteln, wann Bäcker wie viel am besten noch bestellen, wenn ein Wochenende bevorsteht. Wir schauen also, wie wir Abgeber und Abnehmer über digitale Plattformen zusammenbringen können.