Ja, Frau Kollegin, das ist ein Thema, das uns schon vor der aktuellen Coronasituation intensiv beschäftigt hat. Ich persönlich habe es schon mehrfach, auch im Gesundheitsministerrat, auf die Tagesordnung gehoben. Es war sowieso unser Plan, es auch zu einem der Themen unserer EU-Ratspräsidentschaft im Bereich von Gesundheit zu machen.
Aber ich denke, wir spüren alle gemeinsam: Es wird gerade noch grundsätzlicher. Das eine ist das Thema Masken – auch das ist übrigens ein Thema, Stichwort „Schutzausrüstung“, mit Blick auf Corona –, das andere ist das Thema Arzneimittel. Aber wir sehen ja auch, was es für den Maschinenbau und die Automobilindustrie bedeutet, wenn in China die Produktion stillsteht oder Märkte nicht mehr so da sind. Im Moment spüren wir alle, dass diese Abhängigkeit – ökonomisch und in den Lieferketten – von einem einzigen Land auf der Welt für Europa und für Deutschland kein guter Zustand ist und dass wir uns im Nachgang, auch was die Außen-, Handels- und Wirtschaftspolitik angeht, mit diesen Themen noch beschäftigen werden müssen. Das Gleiche gilt für Lieferketten und Produktionskapazitäten in Europa. Ich glaube, es gibt keine deutsche Lösung an der Stelle, sondern eine europäische. Genau darüber sind wir in intensivem Austausch mit den Kollegen.