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160. Sitzung
Donnerstag, 14. Mai 202019. Wahlperiode, 160. SitzungSofortmaßnahme Armutsbekämpfung bei Rentnern
15 VermerkeReaktionswert: hoch496 Wörter Im Protokoll lesen

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir debattieren unter diesem Tagesordnungspunkt einen Antrag der AfD zur Rentenpolitik, mit dem Sie einen Vorschlag vorlegen, wie Sie das Problem der Altersarmut angehen wollen. Den Kern Ihres Antrages haben Sie von unserem Basisrentenmodell abgeschrieben; insofern ist er richtig.

Sie sagen, Sie möchten einen Freibetrag auf Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung für diejenigen, die in der Grundsicherung sind. Das ist richtig; denn es ist in der Tat ungerecht, dass diejenigen, die in der Grundsicherung sind, heute von ihren gesetzlichen Ansprüchen aus der Rentenversicherung nichts haben.

Beifallbei der FDP

Liebe Kolleginnen und Kollegen, passen Sie jetzt mal ganz genau auf. Im Antrag der AfD steht „mindestens 15 Prozent“. Das zeigt eindeutig: Sie sind sich innerhalb der eigenen Fraktion gar nicht einig, was Sie denn eigentlich wollen. Wir sagen: 20 Prozent. Sie sind nicht in der Lage, sich auf einen Prozentsatz festzulegen.

Beifallbei der FDP
Zurufdes Abg. Norbert Kleinwächter [AfD]

Das ist die erste bemerkenswerte Erkenntnis in dieser Debatte: Noch immer haben Sie kein schlüssiges Rentenkonzept, und das sollen die Wählerinnen und Wähler wissen.

Beifallbei Abgeordneten der FDP

Jetzt wird es aber spannend. Im zweiten Schritt kumulieren Sie diesen Freibetrag mit einem Freibetrag für die Ansprüche aus der privaten Rentenversicherung zu einem gemeinsamen Freibetrag und deckeln diesen bei 50 Prozent der Grundsicherungsleistung. Im Ergebnis bedeutet das, dass der, der privat vorgesorgt hat, bei Ihnen der Gekniffene ist.

Ich sage Ihnen: Das darf nicht sein. Wir dürfen diejenigen, die privat vorgesorgt haben, nicht abstrafen. Und das ist das, was die AfD macht; das soll jeder wissen, der heute dieser Debatte folgt und zuschaut.

Beifallbei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU

Die werden nicht bestraft! Die holen wir aus der Armut raus!

Denn es zeigt eindeutig, wer sich bei Ihnen in der Sozialpolitik durchsetzt: Es sind die Linken in Ihrer Partei, die sich da durchsetzen,

Was? Da gibt es keine Linken, Pascal Kober!

die mit sozialer Marktwirtschaft nichts zu tun haben.

Beifallbei der FDP

Ich sage es hier mit aller Deutlichkeit: Privat Vorsorgende abzustrafen, das darf nicht sein.

Hellbraune Soße mit dunkelblauen Tupfern! Nix Linkes! Keine Linken bei der AfD!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, das eigentlich Traurige in dieser Woche ist aber nicht der Antrag der AfD – das ist ja immer traurig –, sondern das eigentlich Traurige ist das Grundrentenmodell der SPD; denn das droht uns ja morgen hier im Deutschen Bundestag. Da muss man noch mal ganz deutlich sagen, was Sie hier veranstalten wollen. Wir haben 600 000 Menschen in Deutschland, die von Altersarmut betroffen sind.

Falsch! 3 Millionen!

Ihr Grundrentenmodell wird gerade mal 100 000 davon erreichen. Das heißt, 500 000 altersarme Menschen in Deutschland haben von dem, was Hubertus Heil und die SPD-Fraktion hier mit aller Gewalt versuchen durchzudrücken, nichts, aber auch gar nichts.

Beifallbei Abgeordneten der FDP

1,3 Millionen Menschen profitieren von der Grundrente!

Ich appelliere an Sie, Kolleginnen und Kollegen der CDU: Bewahren Sie die SPD vor diesem historischen sozialpolitischen Fehler!

Matthias W. Birkwald [DIE LINKE], an die CDU/CSU gewandt: Auf gar keinen Fall, CDU! Heben Sie Ihre Blockade auf!

Das dürfen Sie denen nicht durchgehen lassen!

Beifallbei der FDP

Lieber Frank Heinrich, rede niemals von „deinem“ Grundrentenmodell! Das ist eine Idee der SPD;

Ja, weil wir mitregieren und ihr nicht!

das muss da bleiben. Da sage ich: Ich muss euch davor schützen, dass ihr euch das zu eigen macht.

Beifallbei Abgeordneten der FDP

Es ist wirklich der größte Skandal in der Geschichte der SPD, dass ihr Geld an 1,2 Millionen Menschen in dieser Bundesrepublik Deutschland verteilt, die das überhaupt nicht brauchen können.

Das kann doch nur einer sagen, der zu viel Kohle hat!

Zurufevon der SPD

Ich kann Ihnen sagen, liebe Freunde der SPD, –

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