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163. Sitzung
Donnerstag, 28. Mai 202019. Wahlperiode, 163. SitzungRegionale Ernährungssysteme stärken
15 VermerkeReaktionswert: sehr hoch484 Wörter Im Protokoll lesen

Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Frau Bauer, ich hatte eben ein Bild vor Augen: Sie und Wolfgang Kubicki auf Alpakas durch Baden-Württemberg.

Bayern! Bayern!

Bayern, bitte!

– Und dann durch Bayern. – Ich musste das jetzt einfach noch mal loswerden.

Baden-Württemberg ist auch nicht schlecht! Wir haben auch Eselwanderungen!

Die armen Alpakas!

Die Anträge, die wir hier heute von den Grünen, der Linken und der FDP vorliegen haben, unterscheiden sich diametral. Ich habe mich sowohl bei den Grünen als auch bei den Linken in der Beschreibung des Zustandes wiedergefunden, musste für mich allerdings auch feststellen, dass dann die kompletten Parteiprogramme hinterhergeschoben worden sind,

Die sind bei uns kürzer!

und das war für mich bei der Bewältigung dieser Frage dann einfach zu viel.

Wirklich geärgert habe ich mich über die FDP.

Nicht überbewerten!

Heiterkeit

Der immer wiederkehrende Hinweis „Es ist, wie es ist, und es ist gut; wir machen weiter so wie bisher“ steht bei der FDP in Stein gemeißelt. Im Grunde genommen steht dahinter: Mehr Zucker, mehr Fett! Wenn’s Geld bringt, dann ran!

Beifallbei Abgeordneten der SPD

Ich glaube, so können wir nicht miteinander umgehen.

Zur Frage der Bildung. Nun bin ich selbst Berufsbildner und weiß, mit welchem Bildungsstand die Mädchen und Jungen bei uns ankommen. Ich finde, diese Argumentation ist einfach hochgradig unfair.

Denn gerade die Kinder aus sozial schwächeren Familien haben den Bildungszugang, den Sie in Ihrer elitären Truppe offensichtlich für selbstverständlich halten, überhaupt nicht.

Elitär?

Ich weiß gar nicht, mit welcher Unverfrorenheit man Schichtarbeiterinnen und Schichtarbeitern, die Nachtschicht schieben, die zu Billigstlöhnen arbeiten, jetzt auch noch verdonnert, eine staatliche Aufgabe zu übernehmen, der sie im Bereich der Ernährung überhaupt nicht gewachsen sind. Ich finde es total unfair, was die FDP da macht.

Beifallbei der SPD, der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ich würde ganz gerne auf ein paar Einzelbeispiele eingehen und nicht das große Ganze retten wollen. Wir haben in der Coronakrise gesehen, dass es eine Sollbruchstelle in der Fleischkette gibt: Das sind die großen Schlachtbetriebe. – Wir haben in Deutschland im Großen und Ganzen noch vier große Betriebe und ein paar kleinere, die jetzt reihenweise wegbrechen, namentlich bei mir zu Hause. Das heißt, der Landwirt wird seine Schweine nicht los, und der Fleischverarbeiter bekommt kein Fleisch.

Da wäre es höchste Zeit, dass wir uns unserem regionalen Handwerk zuwenden. Handwerk hält Tarifverträge über die Innungsverbände. Handwerk zahlt in die Sozialversicherung ein. Handwerk ist gut ausgebildet. Handwerk hat einen guten Ruf, anders als die Schlachtbetriebe. Es wird höchste Eisenbahn, dass wir dem deutschen Handwerk, auch dem Schlachthandwerk, endlich wieder den Stellenwert beimessen, der ihm zusteht. Das wäre Hilfe, die wir sofort leisten können, die wir vor Ort leisten können und die wir über regionale Programme mit Unterstützung Berlins fahren können.

Herzlichen Dank.

Beifallbei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und des Abg. Jürgen Pohl [AfD]

Herr Kubicki, ich kann mir das überlegen!

Stockmaß 81 bis 85 Zentimeter, also mehr so Ponygröße.

Nein, es gibt auch größere!

– Nein, gibt es nicht. Ich habe es gerade noch mal nachgeschaut, Frau Kollegin Lemke; aber egal.

Es gibt auch größere!

Vor allen Dingen wollen wir den Alpakas mein Gewicht nicht zumuten.

Das stimmt!

Ich wäre ungefähr doppelt so schwer wie das Eigengewicht des Kamels. Und das ist dann einfach unter Tierschutzgesichtspunkten nicht gut.

Heiterkeitbei der CDU/CSU, der AfD, der FDP und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Das wollen wir nicht so genau wissen!

Als nächster Redner hat der Kollege Artur Auernhammer, CDU/CSU-Fraktion, das Wort.

Beifallbei der CDU/CSU

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