Schönen Dank für Ihre Frage. – Schönen Dank für den Hinweis auf das wirklich großartige Programm zur Wiederbelebung der europäischen Wirtschaft, das European Recovery Program. Ich glaube, das ist wirklich ein großer Schritt, vor allem, weil es ja nicht nur darum geht, als Europäische Union gemeinsam Schulden aufzunehmen, sondern auch darum, sich zu verpflichten, sie wieder zurückzuzahlen – Sie haben darauf hingewiesen –, und darum, dass wir auch den Weg der Finanzierung mit regeln. Denn das wird die politische Aufgabe sein, die jetzt in diesem und vor allem im nächsten Jahr ansteht. Die Kommission wird Anfang nächsten Jahres Vorschläge über eigene Einnahmen der Europäischen Union machen – own resources – und damit auch ein seriöses Finanzierungskonzept sicherstellen. Das ist das, worauf wir bestanden haben.
Aus unserer Sicht ist es aber dann auch wichtig, zu verstehen, wie die Dinge sich insgesamt weiterentwickeln werden. Deshalb bin ich unverändert der Meinung, dass wir etwas lernen können von dem ersten Finanzminister der USA. Denn wenn wir uns die Vereinigten Staaten von Amerika heute anschauen, stellen wir fest, dass es sich um eine global erfolgreiche, wirtschaftlich starke Nation handelt, die heute für diejenige gehalten wird, die wirtschaftlich am stärksten ist. Es ist also nicht so schlecht, sich daran ein Vorbild zu nehmen, was finanzpolitische Beginne und Entwicklungen der ganzen Zeit betrifft.
Im Übrigen – ein Satz noch als Ergänzung –: Eine No-bailout-Klausel gibt es in den europäischen Verträgen, und daran ist ja gar nichts geändert worden.