Ich finde, Cum/Ex-Geschäfte sind in der Tat eine Sache, die wir nicht hinnehmen können. Ich finde das, wie Sie es formulieren, richtig schlimm, und deshalb habe ich alle gesetzgeberischen Maßnahmen unterstützt und alle Aktivitäten auf den Weg gebracht, die notwendig sind, damit unsere Verwaltung in der Lage ist, besser dagegen vorzugehen. Sie wissen, dass in meiner Verantwortung all die Institutionen des Bundes, die dafür zuständig sind, nicht nur rechtlich, sondern auch personell und technisch besser ausgestattet worden sind, um das bewerkstelligen zu können, und dass wir gerade mehrere Gesetze gemacht haben, die uns zum Beispiel beim Kampf gegen Cum/Ex unterstützen, und das weiter tun. Das ist eine tiefe innere Überzeugung von mir.
Um es noch mal zu sagen: Ein guter Bürgermeister, ein guter Minister ist jemand, der ganz viele Gespräche führt. In meinen sieben Jahren waren es – ich habe es nie gezählt – gefühlt Tausende. Es ist, glaube ich, sehr plausibel, dass man sich nicht an jedes einzelne dieser Gespräche erinnern kann.
Aber woran man sich erinnern kann, ist, welche Überzeugungen man hat. Ich zum Beispiel bin überzeugt, dass es bei Entscheidungen von Finanzämtern keine politische Intervention geben darf.