Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Vizekanzler, ich möchte zum Thema Europa eine Frage stellen. Zunächst einmal ist, der Pandemie geschuldet, sehr viel Bewegung in Europa, auch im positiven Sinne, zu verzeichnen. Sie haben es geschafft, dass in einem ersten Schritt als Rückversicherung 500 Milliarden Euro über den ESM zur Verfügung gestellt werden können, um Krisen abzuwenden. Dadurch haben zum Beispiel die Südstaaten ausreichend Bonität im Rücken gehabt, um selbst den Anleihemarkt noch bedienen zu können, um nicht unbedingt auf europäische Mittel zurückgreifen zu müssen. Das war schon eine große Tat, und der historische Schritt, der Scholz/Le-Maire-Plan, ein deutsch-französischer Plan, der jetzt zum Wiederaufbauprogramm geführt hat, führt zu echten Investitionen, zu gemeinsamen Anleihen, die, mit neuen Eigenmitteln versehen, auch eine seriöse Refinanzierung haben. Das ist also eine Chance, den sozialen Zusammenhalt in Europa zu stärken und ein solidarisches Europa fortzuentwickeln.
Meine Frage geht dahin: Wie bewerten Sie diese Vorgänge jetzt, und wie geht es weiter? Wie können wir diesen positiven Schwung über die dramatischen Folgen der Coronakrise hinaus in Europa stabilisieren?