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174. Sitzung
Freitag, 11. September 202019. Wahlperiode, 174. SitzungKonsequenzen aus dem Brand in Moria ziehen – Lager auf den griechischen Inseln auflösen und Geflüchtete in Deutschland aufnehmen
15 VermerkeReaktionswert: hoch626 Wörter Im Protokoll lesen

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Moria: Die griechische Regierung teilt mit: Die Migranten haben selbst Feuer gelegt; es handele sich um Menschen, die ihr Gastland nicht respektieren. Österreichs Innenminister sagt: Wer unsere Hilfsbereitschaft mit Füßen tritt, kann nicht mit Schutz in Europa rechnen. Die Niederländer sagen, dass sie keine Menschen übernehmen. Eine europäische Lösung wird’s nicht geben. Alle wissen: Im Zweifelsfall nimmt Merkel am Ende auch wieder alle alleine.

Was war passiert? In der Nacht wurden zeitgleich mehrere Brände gelegt, Feuerwehrleute beim Löschen mit Steinen beworfen, Migranten singen „Bye-bye, Moria!“. Nachts drauf erneut: was noch heil war, wird abgefackelt, noch unversehrte Zelte und Unterkünfte niedergebrannt. Dieselbe infame Strategie wie bei den Bootsbetrügern vor Libyen: Man macht sich hilflos, um daraus Ansprüche zu erpressen. Was für eine unverschämte Anspruchshaltung – alles seit September 2015!

Beifallbei der AfD

Sie sind ein Menschenfeind!

Die Linke gibt den Wirtschaftsmigranten und Asylbehauptern die Losung vor: Wenn dir die erste geschenkte Hütte nicht mehr zusagt, fackle sie ab, dann müssen sie dir was Besseres geben. – Wollen wir wirklich Leute hier haben, die nächtlich Feuer legen, Rettungskräfte angreifen, noch Häuser der Inselbewohner abfackeln?

Völlig empathielos, was Sie hier vortragen!

Weitere Zurufe von der LINKEN

Die Sankt-Georg-Kirche auf Lesbos wurde komplett verwüstet, Inventar zerstört, Heiligenikonen verbrannt. Vor einem Jahr legten Migranten ein Feuer, in dem eine Frau und ein Kind starben. Diese Klientel will Die Linke hier im Lande und wirbt: Die Feuerteufel von Moria – bald auch in Ihrer Nachbarschaft! – Die deutschen Bürger lehnen dankend ab, meine Damen und Herren.

Warum sollte Deutschland Wirtschaftsmigranten und Erpresser auch noch belohnen mit Sozialhilfe und Luxusunterkünften? Hilfe ist vor Ort zu leisten. Das heißt nicht auf griechischen Inseln, sondern in den Heimatregionen. Dorthin ist zu evakuieren.

Da herrscht Krieg!

Die Reise nach Deutschland gäbe einen Nachzugseffekt, ein Fass ohne Boden – und nur eine Frage der Zeit, bis weitere Lager brennen. Soll das Schule machen?

Nein, soll es nicht! Die Lager sollen geschlossen werden!

Und wenn sie dann hier sind, werden dann wieder Asylheime angesteckt, um luxuriösere Unterkünfte zu erzwingen? So wie 2016 ein Marokkaner in Düsseldorf sein Flüchtlingsheim abfackelte, weil er keinen Schokopudding bekam – wirklich eine Schande, dass es keinen Schokopudding gab! Die sind zu 70 Prozent aus Afghanistan.

Wenn in Leipzig bald Bürgerkriegszustände herrschen, gehen Sie dann nach Griechenland oder Afghanistan oder nicht eher nach Bayern oder Brandenburg? Was für eine schamlose Lüge, dieser als Flucht verbrämte Sozialtourismus!

Beifallbei der AfD
Zurufevon der SPD

Was hier nottut, ist: konsequent Grenzen schützen, Migranten abweisen, Illegale abschieben. Dann kommen keine mehr, keine überfüllten Lager, keine Brände, keine Mittelmeertoten. Und mit den eingesparten Milliarden kann man hundertmal mehr vor Ort helfen. Das wäre wahre Humanität!

Beifallbei der AfD

Aber wer jetzt wieder Asylbehaupter importieren will, kann Kanzler – ein Überbietungswettbewerb der Kandidaten beginnt: eben noch: „Wer ist der härteste Coronasheriff?“, jetzt: „Wer holt mehr Sozialhilfeempfänger?“ Laschet: 1 000, Röttgen: 5 000; fehlen noch: Merz: 10 000, Söder: ganz Afrika. Plant er, das von Neuschwanstein aus zu verkünden?

Das Niveau Ihrer Rede liegt unter der Zimmertemperatur!

Nein, meine Damen und Herren! Dieselben Leute, die „Wir haben Platz!“ skandieren, beschweren sich über Mietexplosionen in den Städten, zu wenig Kitaplätze, schicken ihre Kinder auf teure Privatschulen ohne Migranten. Und wo haben wir Platz? Berlins Grüne meinen: in Hotels. Während arbeitende Deutsche keine bezahlbare Wohnung mehr finden, werden von ihrem Steuergeld Wohnungen für illegale Scheinflüchtlinge finanziert,

Zurufder Abg. Yasmin Fahimi [SPD]

mit Mieten oft über 100 Prozent über den ortsüblichen.

Aber dass genug Platz in Deutschland sei, das wird ja schon zweifelsfrei durch Stühle vorm Reichstag bewiesen. Erst die Stühle, dann das Feuerwerk. Die geistigen Brandstifter sitzen hier in Deutschland!

Was für eine peinliche choreografierte Show, diese konzertierte Aktion! Für wie dumm halten die Umsiedlungsfanatiker den Wähler eigentlich?

Sie haben wohl von Artikel 1 des Grundgesetzes noch nie irgendwas gehört, Herr Kollege! Lesen Sie einmal das Grundgesetz! Es liegt auf Ihrem Platz!

Nein, meine Damen und Herren, Deutschland ist keine weltweite Hilfsorganisation mit lediglich angehängter Steuersklavenbevölkerung. Aufgabe der Regierung ist es, die Interessen des Volkes zu vertreten, des deutschen Volkes. Da haben Sie in der von Ihnen verursachten Lockdownkrise jetzt wahrlich genug zu tun.

Beifallbei Abgeordneten der SPD und der LINKEN

Unerhört!

Die nächste Rednerin ist Ute Vogt für die SPD-Fraktion.

Beifallbei der SPD

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