Vielen Dank, Herr Präsident. – Ich leite meine Frage mit der Anmerkung ein, dass mir 13 000 Stühle vor dem Reichstag tausendmal lieber sind als 13 000 Hassreden einer Fraktion im Reichstag.
Abgesehen davon gibt es jetzt auch keine Rede meinerseits und keine Frage zu Liebe und Hass oder Hassliebe in Reihen der CSU, sondern ich frage ganz konkret zur Konzeption in Bezug auf Moria und die griechischen Inseln.
In Bezug auf die Seenotrettung haben Sie selbst ja auch deutlich gemacht, dass das Zusammenspiel von Humanität, Ordnung und Pragmatismus gefordert ist. Wenn wir jetzt davon ausgehen – wie es sich abzeichnet –, dass Deutschland in nur begrenztem Umfang Flüchtlinge aufnimmt, bei geringen Aufnahmen anderer europäischer Länder: Wie ist das Unterbringungsszenario bzw. wie soll künftig schnell sichergestellt werden, dass die Menschen auf den Inseln und auf dem Festland menschenwürdig untergebracht sind, dass dies im Zusammenspiel mit der Zivilbevölkerung erfolgt und dass Griechenland in der Frage nicht alleingelassen wird, sondern fundierte Unterstützung von deutscher Seite im ureigenen Interesse erhält?