Ich will mich gegen etwas verwahren, nämlich gegen den Eindruck, den Sie hier vermitteln, dass die private Seenotrettung aus einer Ansammlung von kriminellen Subjekten bestehen würde. Das ist ja letztlich das, was Sie damit zum Ausdruck bringen wollen. Das weise ich in aller Deutlichkeit zurück.
– Nein, wir sind mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort im Dialog, im Übrigen auch dann, wenn ein Schiff der privaten Seenotrettung einen Hafen anläuft.
Ich will ganz grundsätzlich sagen, dass ich diesen Vorgang nicht für zufriedenstellend halte, dass es aber in der Vergangenheit, auch in den letzten Tagen, immer wieder gelungen ist, mit anderen europäischen Staaten dann, wenn Schiffe mit Flüchtlingen vor der Küste Maltas oder Italiens liegen, eine Vereinbarung darüber zu erzielen, wer wie viele dieser Flüchtlinge aufnimmt.
Bedauerlicherweise werden wir, da es keinen Ad-hoc-Mechanismus gibt, wie in Europa Flüchtlinge, die etwa auf dem Mittelmeer aufgegriffen werden, verteilt werden, darauf angewiesen sein, auch in Zukunft so zu agieren. Aber ich kann Ihnen sagen: Die Bundesregierung wird zusammen mit anderen Mitgliedstaaten, die dazu bereit sind, immer daran festhalten, in solchen Fällen Menschen in Deutschland aufzunehmen.