Frau Kollegin Schimke, ich habe Ihnen ausführlich zugehört und auch gelernt, dass man ins Abgeordnetengesetz gucken muss. Da haben Sie ja vollkommen recht. Das haben wir schon gemacht, da waren Sie noch gar nicht im Bundestag.
Ich wollte nur darauf hinweisen.
Und jetzt möchte ich Ihnen doch mal eine Frage stellen aufgrund Ihrer Ausführungen, die ich sehr spannend fand. Sie haben gesagt: Das Wichtigste ist die Unabhängigkeit des Abgeordneten, die sich auch durch sein Einkommen manifestiert. Jetzt gibt es ja auch gerade in Ihren Reihen und auch bei anderen Fraktionen eine ganze Menge von Abgeordneten, die zusätzlich Einkommen haben.
Ich möchte das jetzt gar nicht bewerten. Aber möchten Sie damit zum Ausdruck bringen, dass diese dann unabhängiger sind als die anderen, weil sie ja noch mehr Einkommen haben als das durch das Bundestagsmandat? Oder würden Sie dann sagen: „Weil diese ja schon so unabhängig sind, brauchen sie gar kein Einkommen mehr durch den Bundestag“? Wenn das Ziel die Unabhängigkeit ist, das wir durch die Einkommen und durch die Altersversorgung erreichen wollen, sich das aber unterschiedlich darstellt, könnte man dann auch zu dem Schluss kommen: Die Abgeordnetengehälter müssen so hoch sein wie bei dem, der die meisten Nebeneinkünfte hat. – Auch das wäre doch eine Lösung.
Wenn man solche Vorstellungen hat, dann würde ich sagen, dass man irgendetwas falsch verstanden hat. Es geht natürlich darum, dass man unabhängig sein soll vom Einkommen her. Aber das rechtfertigt nicht automatisch eine Besserstellung in der Altersversorgung gegenüber allen anderen Bürgern dieses Landes. Und genau darum geht es uns mit diesem Antrag. Das wollen wir nämlich ändern.