Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin; ein Märchen aus fernen Zeiten, das geht mir nicht aus dem Sinn.
AfD, oh weh, oh weh.
Euer Deutsch ist tot und dunkelt, und finster trübt der Hass; das Deutsch der Rapper indes funkelt und macht Euch alle nass.
AfD, oh weh, oh weh.
Die machen sich selber nass!
Die Lasker-Schüler, ja, sie sitzet mit ihren Versen tief im Herz; west-östlich Goethes Divan blitzet, das Völkische schreit auf vor Schmerz.
AfD, oh weh, oh weh.
Deutsche, kauft deutsche Zitronen, so schrillt sie, eure Melodei; das Hirn vorm Denken zu verschonen, da seid ihr stets ganz vorn dabei.
AfD, oh weh, oh weh.
Der ach so vielgestalt’gen Wahrheit tut täglich ihr gar weh; ihr scheut der grauen Töne Arbeit, kennt Asche nur und Schnee.
AfD, oh weh, oh weh.
Herr Präsident! Das ist Missachtung des Parlaments, was der hier macht! Haben wir schon Karneval, oder was?
Ruhig, Brauner!
Ich glaube, die Wogen des Hasses verschlingen am Ende nur den eig’nen Wahn; das hat mit ihrer Sirenen Singen die AfD, ihr selbst, getan.
Vielen Dank.
