Danke, dass Sie das noch mal kurz erwähnen, Herr Präsident. – Frau Ministerin, bisher kamen die Nachfragen ja primär aus dem Bereich der Landwirtschaft. Ich würde gerne noch mal zum Ausgangspunkt dieses Gesetzes zurückkommen, zu dem gravierenden Artensterben, das wir weltweit, vor allem aber auch in Deutschland sehen und wo uns sämtliche wissenschaftlichen Studien inzwischen bestätigen, dass Landnutzungsänderungen und die industrialisierte Intensivlandwirtschaft die Hauptverursacher in Deutschland sind. Es sind nicht die alleinigen Verursacher – auch Lichtverschmutzung ist ein Problem –, aber der Hauptverursacher ist die Intensivlandwirtschaft.
Ich bin deshalb ein bisschen erstaunt, dass Sie das, was von Ihrem ursprünglichen Ansatz übrig geblieben ist, jetzt hier so uneingeschränkt loben. Ich will das an zwei konkreten Beispielen festmachen:
Erstens. Der Refugialflächenansatz ist nach meiner Kenntnis komplett aus dem Gesetzentwurf verschwunden. Vielleicht können Sie mich eines Besseren belehren, dann würde ich das positiv finden. Aber er stand im Aktionsprogramm Insektenschutz als ein ganz wichtiger Faktor für den Insektenschutz drin, und das hatte Frau Klöckner im Kabinett bereits unterschrieben. Wie kann es sein, dass das ersatzlos verschwindet?
Zweitens. Pestizidverbot in Naturschutzgebieten.