Vielen Dank für die Frage, die sehr wichtig ist. Ich glaube, sie führt auch noch mal zu dem FDP-Antrag, der uns vorliegt.- Klar ist, wie ich finde: Es macht wenig Sinn, dass man, bevor man einen Test macht, den man sich irgendwo gekauft oder besorgt hat, irgendwo in der Zeitung, in einer Anzeige, die geschaltet wurde, nachliest, wie das Ganze funktioniert. Logisch ist doch vielmehr, dass bei einem Selbsttest eine Packungsbeilage dabei ist, in der man genau lesen kann, wie er funktioniert.
Deswegen ist es auch wichtig, liebe Kollegen von der FDP, dass man nicht nur sagt: „Die sollen mal alle die Tests auf den Markt bringen, und dann gucken wir mal, was passiert“, sondern vorher schaut: Ist der Test sinnvoll und gut, und ist eine Gebrauchsanweisung dabei, mit der man irgendetwas anfangen kann? – Deswegen ist dieser Testdurchlauf, bei dem man testet, ob der Test gut ist, so enorm wichtig.
Lassen Sie mich zu meiner Rede zurückkommen. Wir werden diese Selbsttests haben. Es ist davon auszugehen, dass bei 0,8 oder 0,9 Prozent der Tests ein positives Ergebnis vorliegen wird. Und dann ist es wichtig, dass diesen Tests nachgegangen wird, dass ein PCR-Test durchgeführt wird, dass in der Gebrauchsanweisung auch steht, wie man vorzugehen hat, wenn das Ergebnis positiv ist. Dafür müssen wir sorgen.
Wir haben in Deutschland eine sehr gute Kapazität aufgebaut, was die Labore betrifft. Wir haben in Deutschland die Möglichkeit, wöchentlich 2,4 Millionen PCR-Tests durchzuführen – eine enorme Leistung. Wir haben sehr leistungsfähige Labore. Wir können stolz darauf sein, dass wir so eine Infrastruktur haben. Es geht hier ja um einen Bereich, der oft im Schatten steht; denn einen Laborarzt oder die Labormitarbeiter insgesamt sieht man in der Regel nicht. Aber wir haben, gerade auch, was das Nachverfolgen und die Vollgenomsequenzierung betrifft, um herauszubekommen, um welche Virusvarianten es sich zum Beispiel handelt, wirklich sehr gute Labore und Kapazitäten. Darauf können wir stolz sein, und das ist gut so.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte noch mal ganz kurz auf das Thema Impfen eingehen, das auch der Kollege Klingbeil angesprochen hat.
Keine Frage: Wir werden jetzt in eine Zeit kommen, in der die Kapazitäten, die die Bundesländer, die für die Impfzentren zuständig sind, für das Impfen bereitgestellt haben, nicht reichen werden, um die Impfstoffe zu verabreichen, die zur Verfügung stehen werden. Es ist eine positive Entwicklung, dass es mehr Impfstoffe gibt; das ist ja schön und gut. Aber jetzt müssen wir uns Gedanken machen: Wie kann man die Impfzentren leistungsfähiger machen? Auf der anderen Seite ist richtig, dass wir, wenn wir 3 bis 5 Millionen Impfdosen pro Woche haben, schauen müssen, wie wir die Hausarztpraxen einbinden können; das hat auch der Minister schon angesprochen.
Wir haben in der vorherigen Impfsaison kein Problem gehabt – es ist nicht einmal aufgefallen –, 14 Millionen Impfdosen im Bereich der Grippeschutzimpfung einfach mal so zu verimpfen; in dieser Saison waren es vielleicht über 20 Millionen. Wir sehen also: Wir haben mit den Hausarztpraxen ein enorm leistungsfähiges System. Dort geht es auch schneller; denn der Hausarzt muss sich im Gegensatz zu dem Arzt im Impfzentrum nicht erst anschauen, was das für ein Patient ist, welche Vorerkrankungen er hat usw., weil er das schon weiß. Damit können wir dort wesentlich schneller vorankommen. Wenn es gelingt, in jeder Hausarztpraxis ein, zwei Impftage einzuführen, dann können wir die Impfung einer großen Zahl von Patienten an diesen ein, zwei Tagen wunderschön durchziehen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Vielen herzlichen Dank an das Bundesgesundheitsministerium und an alle, die bei uns im Gesundheitswesen arbeiten! Ihr leistet Hervorragendes, damit wir gut durch diese Pandemie kommen. Auch wenn es viel Prügel gibt, will ich an der Stelle auch sagen: Ihr macht wirklich einen tollen Job; macht bitte weiter so. Ich bin mir sicher, dass wir gut durch diese Pandemie kommen werden.
Vielen Dank.