Sehr geehrte Frau Kotting-Uhl, Sie haben es schon wieder getan. Schon wieder instrumentalisieren Sie hier Opfer. Und Ihre Ausführungen sind komplett falsch. Wenn Sie die Arbeiten von Frau Professor Thomas verfolgt hätten, dann wüssten Sie: Sie hat selbstverständlich auch Langzeitfolgen von Tschernobyl festgestellt. – Das heißt, Sie sind mit den Arbeiten von Frau Thomas überhaupt nicht vertraut.
Wenn wir auf die Titel und die Inhalte Ihrer Anträge zu sprechen kommen, muss ich feststellen: Dort steht immer „Fukushima“. Der Titel der Anhörung gestern wäre „Fukushima“ gewesen. Niemals hat sich einer Ihrer Anträge mit dem Tohoku-Erdbeben auseinandergesetzt, niemals hat sich einer mit der Verbesserung von Küstenschutz oder mit Frühwarnsystemen für Erdbeben beschäftigt. Sie haben immer aus ideologischen Gründen ausschließlich auf Fukushima Bezug genommen. Sie haben die 20 000 Opfer immer instrumentalisiert. Ihre Bundestagsvizepräsidentin hat das des Öfteren schon mal leichtfertig durcheinandergebracht. Sie werden auch im „Ostfriesischen Kurier“ zitiert, dass Sie einmal gesagt haben, dass in Fukushima 16 000 Menschen ums Leben gekommen sind.
– Das habe ich jetzt phonetisch nicht verstanden. Das lag wahrscheinlich an Ihrem Dialekt.
– Gut.
Nächste Rednerin ist die Kollegin Dr. Nina Scheer, SPD-Fraktion.