Jetzt versuche ich mal, meine Rede fortzusetzen. Ich verliere hier vollständig den Faden.
– Wahrscheinlich. – Der Pandemie, meine Damen und Herren, können wir nur mit klaren Hygieneregeln begegnen, mit Kontaktverfolgung, mit Testungen, mit Impfungen, und das kann nur bei entsprechendem Management erfolgreich funktionieren.
Aber Management gilt ja nicht nur für Impfungen. Wie sieht es mit den Schnelltests aus? Ab Montag soll jeder hier in Deutschland die Möglichkeit haben, sich einmal pro Woche einem Schnelltest zu unterziehen. Viele Kolleginnen und Kollegen aus der Ärzteschaft und aus der Bürgerschaft haben mich darauf angesprochen. Viele glauben nicht mehr an diese Konzepte. Das Vertrauen verschwindet. Das ist ein schlechtes Zeichen, meine Damen und Herren. Hier müssen wir Vertrauen zurückgewinnen und das mit einem guten Managementkonzept voranbringen. Da ist unser Vorschlag für ein Impfportal eine gute Sache.
Wenn sich jeder einmal pro Woche testen lassen kann, bedeutet das 320 Millionen Testmöglichkeiten pro Monat. Aber immerhin hat die Regierung bisher 150 Millionen gesichert; das reicht gerade mal für zwei Wochen. Was ist denn mit dem Memorandum of Understanding, einer Absichtserklärung, mit Diagnostikfirmen? Gibt es nachhaltig genug Schnelltests? Oder steuert die Bundesregierung auf ihr nächstes Fiasko zu, diesmal mit den Schnelltests?
Hier kann ich nur empfehlen, noch heute Klarheit zu schaffen. Was macht die Regierung aber stattdessen? Die Regierung setzt eine Corona-Taskforce ein. Theoretisch eine gute Idee, aber was für ein Traumpaar: Jens Spahn und Andreas Scheuer.
Die beiden sollen das richten. Offensichtlich plant die Bundeskanzlerin, den beiden Herren bald ihr vollstes Vertrauen auszusprechen.
Herzlichen Dank.