Das sind ja nur drei Elemente; ich könnte noch fünf andere nennen, die auch noch zu erfüllen sind. Ich glaube, dass wir im Augenblick in einer Zeit leben, in der wir sehr schwer überblicken können, welche Wachstumsmöglichkeiten wir haben und wie sich die Steuereinnahmen in den nächsten Jahren entwickeln werden. Insofern ist die mittelfristige Finanzplanung jetzt natürlich mit noch mehr Unsicherheiten behaftet, als sie es normalerweise ist. Ich finde es erst mal sehr beruhigend, dass wir eine Rücklage von, ich glaube, 48 Milliarden Euro haben, auf die wir in den nächsten Jahren noch zurückgreifen können.
Wir haben uns ja entschlossen – zwar nicht leichten Herzens, aber ich glaube, das wird von uns gemeinsam geteilt –, dass wir die Aussetzung der Schuldenbremse entsprechend Artikel 115 Grundgesetz noch einmal in Anspruch nehmen; das finde ich auch in der Sache gerechtfertigt. Wir können die Rücklage in den darauffolgenden Jahren einsetzen. Dann wird man sehen, wie die wirtschaftliche Entwicklung verläuft: hoffentlich gut. Wenn ich mir die Schnelligkeit unserer Entscheidungen, auch unserer Investitionsgenehmigungen usw., anschaue, dann bin ich mir sicher, dass wir in den nächsten Jahren noch viel Arbeit haben, hier auch ein bisschen mehr Geschwindigkeit in das ganze staatliche Handeln zu bringen. Das zeigt uns die Pandemie auch.