Ich kann hier nur eine Hoffnung äußern. Diese Hoffnung ist, dass neben dem Stolz der Länder auf ihre Eigenständigkeit, der ja berechtigt ist und der uns auch stark macht, weil es so zu Vielfalt kommt, auch die Tatsache Berücksichtigung findet, dass wir heute in einer globalen Situation leben, in der mehr Krisen auftreten, als es vielleicht früher der Fall war, und dass fast keine dieser Krisen auf ein Bundesland oder eine Kommune lokalisiert werden kann, sondern sie meist sogar das Bundesgebiet übersteigen. Das merken wir ja auch an der Notwendigkeit, europäisch einheitlich zu handeln. Das muss mehr in den Blick genommen werden.
Es sollten nicht mehr permanent Fragen der Zuständigkeit eine Rolle spielen, sondern Fragen der Best Practice: dass man sich darüber austauscht, dass man bereit ist, offen mit anderen zu verhandeln. Ich glaube, wir haben hier schon große Fortschritte gemacht, sei es beim Onlinezugangsgesetz, bei der gemeinsamen Terrorismusbekämpfung, der Islamismusbekämpfung usw. usf.; aber wir sind längst noch nicht am Ende. Wir müssen dem noch viel hinzufügen. Ansonsten wird unser Land nicht widerstandsfähig genug sein, um die auf uns zukommenden Krisen der Zukunft zu bewältigen.